Entdeckungsreise 15 – Die ersten Christen

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Die ersten Christen?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch „100 Bibel-Entdecker-Geschichten“ ausführlich beschäftigen.

Der Tag des Heiligen Geistes                         Apostelgeschichte 2,1−13
Petrus hilft einem Mann                                                    Apostelgeschichte 3,1−10
Stephanus                                                                                Apostelgeschichte 6,8−15
Gute Nachricht von Jesus                                                Apostelgeschichte 8,26−40
Gute Nachricht für alle                                                      Apostelgeschichte 10,23b−33

 

Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch #100 Bibel-Entdecker-Geschichten# abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

Jesus hatte seinen Nachfolgern versprochen, dass sie neue Kraft bekommen würden und das geschah auch. An Pfingsten gab es eine dramatische Ausgießung des Heiligen Geistes, der zu neuem Mut der Gläubigen führte und zu Massenbekehrungen unter den Menschen, die von nah und fern zu dem Fest gekommen waren. Die schwache und zögernde Gruppe von Gläubigen wird zu einer eng zusammenhaltenden Gemeinschaft mit einer großen Energie zur Mission. Die Ausgießung des Heiligen Geistes mündet unmittelbar in einen bedeutenden Schritt nach Vorne. Alle Anwesenden hören die Loblieder auf Gott in ihrer eigenen Sprache – eine weitere Erfüllung des Versprechens an Abraham.

Die Jünger fangen an, das in die Praxis umzusetzen, was Jesus während seines Lebens auf der Erde gelehrt hat. Auf der einen Seite beeindruckende Demonstrationen seiner Macht, auf der anderen ein vollkommener Sinn für Einheit und gegenseitiger Fürsorge unter den Gläubigen. Als die Gemeinde wächst wird es eine Gemeinschaft des Lehrens, Betens, der Kameradschaft und der Erinnerung an den Tod von Jesus. Ihr Leben in der Gemeinschaft stützt sie, aber es ist keine geschlossene Gesellschaft, das Weitersagen ist das Herz dieser Gruppe. Sie treffen sich in der Öffentlichkeit (Apostelgeschichte 2,46). Wann immer sich die Möglichkeit ergibt, lenken sie die Aufmerksamkeit auf Jesus (Apostelgeschichte 1,22−28.3,1−16). Sie hören nicht auf, über ihn zu reden (Apostelgeschichte 4,18.20.27−30).

Stephanus und Philippus gingen jeder auf seine eigene Art dieser Aufgabe nach, Jesus’ Namen zu verbreiten; Verfolgung eröffnete nur neue Möglichkeiten. Petrus hat eine lebensverändernde Vision, durch die er versteht, das Gott jetzt auch alle anderen Völker mit der Botschaft erreichen wollte, dass sie Teil seines Reiches werden konnten. Cornelius ist das ersten Zeichen, dass das Versprechen an alle Nationen erfüllt worden ist.

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder: Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

Diese Geschichten stammen alle aus dem Anfang des zweiten „Geschichtsbuches“ von Lukas. In seinem ersten, dem Lukasevangelium, erzählt er die Geschichte von Jesus, und in diesem Buch, der Apostelgeschichte, fährt er damit fort, was mit den Nachfolgern von Jesus nach seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Rückkehr in den Himmel geschah. Diese fünf Geschichten hier zeigen, wie die erste Gemeinde entstand und anfing zu wachsen. Sie sollten in der chronologischen Reihenfolge gelesen werden.

Von Anfang an wollten die Nachfolger von Jesus unbedingt andere einladen, um die gute Nachricht zu hören und darauf zu antworten. Aber obwohl die explosionsartige Ausbreitung der Kirche an Pfingsten und direkt danach sehr beeindruckend war, geschah alles innerhalb von Jerusalem. Wenn wir diese Geschichten lesen, fangen wir an zu sehen, wie die Nachricht von Jesus verschiedene Stellen des Landes erreichte und sogar über die Grenzen des Judentums gelangte.

Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Viele überraschende Dinge geschehen in diesen Geschichten – Menschen sprechen plötzlich in anderen Sprachen, ein Lahmer kann wieder gehen, ein treuer und nützlicher Diener von Gott darf sterben, eine unglaubliche Reihe von Zufällen führen dazu, dass ein Fremder in der Wüste Gott findet, und lebenslange Gebräuche werden innerhalb eines Abends abgelegt. All diese Dinge erinnern uns daran, dass das Leben als Nachfolger von Jesus immer aufregend, abenteuerlich und auf jeden Fall niemals langweilig sein wird. Gott wird immer Überraschungen für uns parat haben und wir können nie vorher wissen, wie er die Dinge regeln wird. Er weiß, was er tut, selbst wenn es schlecht aussieht: die Verfolgung der Christen ermöglichte, dass die gute Nachricht sich über die Grenzen von Jerusalem hinaus in der ganzen Welt verbreitete.

Auch wenn wir theoretisch wissen, dass wir Gott vertrauen können, müssen wir bereit sein, Schritte im Glauben zu wagen und diese Geschichten demonstrieren den Mut, den wir brauchen. Im Glauben sagte Petrus zu dem Mann „Steh auf und geh“ und vertraute darauf, dass er es tatsächlich können würde. Und später ging er in dass Haus des Nichtjuden Cornelius, was völlig im Gegensatz zu seinem bisherigen Leben stand, in dem er versucht hatte, genau das zu vermeiden. Stephanus predigte im Angesicht seiner Gegner und Philippus ging mitten ins Niemandsland, weil Gott ihn geschickt hatte.

Die Kraft und Begleitung, die vom Heiligen Geist ausgeht, ist in diesen Geschichten greifbar. Sie erinnern uns daran, dass wir als Christen sicher sein können, seine Hilfe zu haben.

 

Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

Warum ist es so außergewöhnlich, dass ein Nichtjude Christ wurde?

Seit der Zeit von Abraham wussten die Juden immer, dass sie Gottes auserwähltes Volk waren, das ihn anbetete und ihm gehorchte und einen anderen Lebensstil führte, als die Völker um sie herum. Andere Menschen durften zwar auch Gott anbeten, aber sie mussten zuvor Juden werden. In der Geschichte von Kornelius begreift Petrus, dass das gar nicht nötig war. Jeder konnte Gott anbeten. Tatsächlich hatte Gott ja gesagt, dass die ganze Welt durch sein Volk, die Juden, gesegnet werden würde.

Was ist ein Eunuch?

Ein Eunuch war normalerweise ein enger Berater und Vertrauter eines Führers. Manchmal wurde eine Operation an dem Eunuchen vorgenommen (wahrscheinlich wenn er noch jung war), um sicherzustellen, dass er keine Kinder zeugen konnte. Das bedeutete, dass er seine ganze Zeit und Treue der Königin oder dem König widmen konnte, der oder dem er diente.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Bevor Jesus in den Himmel zurückkehrte, gab er seinen Jüngern eine Aufgabe: sie sollten jedem von ihm erzählen. Gott sandte seinen Heiligen Geist, um ihnen die Vollmacht zu geben, dies mit Gaben der Heilung, der Weisheit, der Lehre und der Verkündigung zu tun. Die Nachfolger von Jesus haben seit fast 2.000 Jahren von ihm weitererzählt – und er will, dass auch wir sein Werk weiterführen.

Helfen Sie den Kindern eine Liste von Menschen zu schreiben, die Jesus noch nicht kennen. Das könnten Menschen sein, die Sie kennen oder die in Ihrer Nähe wohnen (Versuchen Sie, in dieser Entdeckungsreise für Menschen in der Nähe zu beten: in Entdeckungsreise 16 liegt der Fokus mehr auf christlicher Mission und Hilfswerken in anderen Ländern und anderen Kulturen.) Beten Sie gemeinsam für diese Menschen und für Möglichkeiten, Ihnen von Jesus zu erzählen.

Wenn Sie sich darüber unterhalten, werden Sie vermutlich mitbekommen, dass die Kinder in der Schule oder anderswo Schwierigkeiten erleben, weil sie an Jesus glauben oder weil sie in die Kirche, Sonntagsschule oder Jungschar gehen. Ermutigen Sie sie, darüber zu reden und bitten Sie den Heiligen Geist, ihnen Kraft und Mut zu geben, wie er das bei den Jüngern gemacht hat. (Reden Sie vielleicht mit einem Mitarbeiter in der Schule, um zu sehen, wie Sie die Kinder am besten unterstützen können. Es ist leicht, zu unterschätzen, wie hart es für Kinder sein kann, Tag für Tag als Christ in der Schule zu leben.)

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