Entdeckungsreise 7 – Gottes Könige

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Gottes Könige?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch „100 Bibel-Entdecker-Geschichten“ ausführlich beschäftigen.

Samuel hört auf Gott           1 Samuel 3,1−10
König Saul           1 Samuel 9,15−10,1
David und Goliat           1 Samuel 17,41−50
David und Saul           1 Samuel 24,1−12
König David           2 Samuel 7,1−13

 

Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch #100 Bibel-Entdecker-Geschichten# abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

Elis Geschichte zeigt, dass selbst treue Diener von Gott Dinge falsch machen können, etwas, das wir bei vielen Personen der Bibel sehen und in unserem eigenen Leben erfahren können: kein menschlicher Anführer ist perfekt. Als Elis Söhne sich nicht an Gottes Vorgaben halten, wählt Gott den Jungen Samuel aus, um mit Eli zu reden und letztlich in seine Fußstapfen als geistlicher Leiter des Volkes zu treten.

Samuel war der letzte Richter von Israel. Jetzt wollten die Menschen von Israel einen König haben, wie alle anderen Völker. Der Schritt in die Monarchie wird von den Autoren des Alten Testaments nicht unbedingt als ein positiver angesehen, aber in ihren besten Zeiten leisten die Könige eine weise und gerechte Führung und bringen ein Gefühl der nationalen Einheit, welches unter den Richtern gefehlt hatte. Saul begann als guter König, aber er verlor durch Ungehorsam schließlich das Recht auf den Thron.

Gott verlangt von denen, die sein Volk anführen sollen, Charakterzüge wie Gehorsam, Ehrerbietung und Treue. David hat diese Eigenschaften, auch wenn er später Fehler machen wird. Er bekennt sich zu Gott, hat Vertrauen darauf, dass Gott seine Ziele für ihn ausführen wird und ist bereit, geduldig zu warten, ohne die Dinge zu seinem Zweck zu manipulieren. Trotz der Versuche Sauls, ihn zu töten, verschont David Sauls Leben – nur ein Zeichen von vielen, dass David eng mit seinem Gott verbunden war. Schließlich wurde David König, was in eine Zeit von großen Erfolgen für Israel führte. In ihren besten Zeiten, spiegeln Israels Könige die Eigenschaften von Gottes Herrschaft wider und nehmen Gottes perfekten König, Jesus, voraus.

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder: Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

Es gibt mehrere Wege, Entdeckungsreise 7 zu unternehmen.

Vielleicht lesen Sie sie am liebsten in chronologischer Reihenfolge, wie sie im Buch erscheint:

  • Samuel, ein Junge, hört, wie Gott mit ihm redet und wächst auf, um einer der Richter zu werden, die Gottes Volk führen und ihnen Botschaften von Gott übermittelt.
  • Das Volk will einen König und Gott fordert Samuel auf, Saul zu erwählen. Am Anfang ist er ein guter König, aber dann hört er auf, Gott zu gehorchen.
  • David tötet den Feind von Gottes Volk, Goliat, und die meisten freuen sich darüber. Aber David hat sich damit in König Saul einen Feind gemacht, der neidisch auf den jungen Helden ist.
  • Saul verfolgt David, um ihn zu töten – aber plötzlich kehrt sich die Lage um und David hat die Möglichkeit, Saul zu töten. Er entschließt sich, es nicht zu tun – und Saul gibt zu, dass er ihm Unrecht getan hat.
  • David, inzwischen König, bekommt eine besondere Nachricht von Gott über die Zukunft.

Sie können alternativ auch mit der Hauptgeschichte „David und Goliat“ im Buch #100 Bibel-Entdecker-Geschichten# beginnen und dann einen Blick zurück werfen, wie es zu diesem Ereignis gekommen ist – und nach Vorne, um zu sehen, was als direkte Folgen passierte. Davids Kampf ist eine der bekanntesten biblischen Geschichten. Sie handelt von einem jungen Mann, David, der bereit ist, eine aussichtslose Herausforderung anzunehmen. Weil Gott auf seiner Seite ist, wird das Unmögliche möglich. Es ist ein ausschlaggebender Moment in der Geschichte von David – und in der Geschichte der Nation. Dieser junge wird der zweite König von Israel werden.

Vielleicht wollen Sie auch schon im Buch vorgreifen und zu Entdeckungsreise 9 springen, in der Lieder (Psalmen) von David auftauchen. Sie könnten parallel zu Entdeckungsreise 7 den Psalm 23 lesen, um den Kindern zu helfen, die historische Person David, den Hirten und König, mit einem seiner bekanntesten Psalmen in Verbindung zu bringen.


Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Kinder und Erwachsene gleichermaßen sagen oder fühlen manchmal: „Dieses Problem ist einfach zu groß für mich!“

Es gibt, und das wird nicht aufhören, viele riesige Herausforderungen bei uns allen im Leben. Die biblischen Geschichten in Entdeckungsreise 7 geben uns einige Dinge auf den Weg, an die wir uns erinnern können, wenn wir solchen „Riesen“ begegnen:

  • Gott kennt und kümmert sich um jede Situation, in der du dich befindest,
  • Selbst, wenn es Böses und Falsches auf dieser Welt gibt, ist Gott noch mächtiger. Der Kampf gegen das Böse wurde gewonnen, als Jesus von den Toten auferstanden ist. Bis Jesus wiederkommt, geht dieser Kampf jedoch weiter. Aber auf Gottes Seite zu stehen, heißt, auf der Gewinnerseite zu stehen.
  • Gott zu vertrauen bedeutet nicht, dass du keine Angst haben wirst. Das Gebet ist das Werkzeug, mit dem du Gott sagen kannst, wie du dich fühlst, und ihn bitten kannst in deiner Situation zu wirken.

Die Geschichten über David in Entdeckungsreise 7 zeigen, wie Gott seinen auserwählten König beschützt. Egal, ob David den Speeren Sauls auswich oder durch das Land gejagt wurde, Gott war bei ihm. Obwohl er einen so starken und brutalen Gegenspieler wie Saul hatte, hielt David daran fest, Gottes Weg zu gehen und dem Mann, den Gott als König auserwählt hatte, nicht zu schaden. Die Rechtschaffenheit von David war offensichtlich die Eigenschaft eines großen Königs und eines treuen Nachfolgers von Gott.

Gott hat David beschützt, aber heißt das auch, dass wir dieses Bewusstsein von Gottes Schutz haben können? In der Bibel steht: „Ich habe dich unauslöschlich in meine Hände eingezeichnet.“ Jesaja 49,16; und David schreibt in einem Psalm: „Im Schutz deiner Flügel will ich mich bergen, bis das Unglück vorüber ist.“ Psalm 57,2. Wir können von Davids Geschichte und aus Gottes Wort Mut schöpfen, dass er mitten in unseren Sorgen seine Gegenwart und seinen Trost anbietet.


Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

„Aber ich bin nur ein Kind“

Die Geschichten von Samuel und David, die beide noch sehr jung waren, zeigen ganz deutlich, dass das Alter kein Hinderungsgrund für Gott ist, wenn er Leute aussucht, um Teil seines Planes zu sein. Es war der Junge Samuel und nicht der gesalbte Priester Eli, der die Stimme Gottes hörte. Es kommt Gott nicht auf unser Alter oder unsere Fähigkeiten an, sondern auf unsere Bereitschaft. Er erwählte den jüngsten aus Isais Familie, um der nächste Anführer der Nation zu werden.

Kann ich die Stimme von Gott heute noch so hören wie Samuel?

Das Alte Testament ist voll mit Beispielen, in denen Gott mit seinen Menschen redet. Dazu gehören eine hörbare Stimme, eine laute Stimme vom Himmel, ein brennender Busch, Engel, Träume, Visionen und mehr. Gott ist immer noch Gott und er redet mit Menschen so, wie er es will. Nur sind einige dieser Dinge heute nicht mehr so gebräuchlich. In Hebräer 1,1.2 steht: „In der Vergangenheit hat Gott in vielfältigster Weise durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen. Aber jetzt, am Ende der Zeit, hat er zu uns gesprochen durch den Sohn.“ Auch wenn manche Menschen auch heute noch die Stimme Gottes laut hören, ist es wahrscheinlicher, dass wir von Gott hören, wenn wir in der Bibel lesen, mit unseren christlichen Freunden reden und seine Stimme in unseren Geist und in unser Herz reden hören, wenn wir Zeit mit ihm verbringen.

Warum hat Samuel Saul geküsst und Öl über seinen Kopf gegossen?

Einer der Bräuche, von denen wir öfter in der Bibel lesen, ist, einen Menschen oder einen Gegenstand zu „salben“. Dieses Ritual, bei dem man Öl ausgoss, ist dazu gedacht, etwas als heilig und für den Dienst an Gott ausgesondert zu kennzeichnen. Der Kuss auf die Wange war ein Gruß, der von vielen gebraucht wurde und ist auch ein Zeichen des Respekts, so wie heute manche Christen die Ringe ihrer Kirchenleiter küssen.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Zuhören zu lernen, braucht, wie jede andere Fähigkeit, Zeit. Kindern muss es erlaubt sein, eine Menge von verschiedenen Arten des Zuhörens zu entdecken und auszuprobieren. Wenn sie älter werden, werden sie Vorlieben entwickeln, die zu ihrer Persönlichkeit passen. Manche Kinder werden am besten zuhören können, wenn es ruhig und leise ist (wenn auch nicht sehr lange); andere, wenn sie einen Spaziergang machen und Gottes Schöpfung erfahren; und andere werden Gottes Reden im Schlagen einer Trommel oder im Scheppern eines Beckens hören. Als Erwachsene sollten wir uns darauf vorbereiten und planen, ihnen zu helfen.

Wie können Sie üben, in Stille zuzuhören? Obwohl es nicht der natürlichste Zustand für Kinder ist, ist es überraschend, wie sehr sie es genießen können und wie es, mit sorgfältiger Vorbereitung und Übung, eine sehr geschätzte Zeit werden kann.

Bereiten Sie Folgendes vor:

  • Ein Türschild auf dem steht: „Nicht stören: Beten und Zuhören.“
  • Einen bestimmten Bereich im Zimmer vielleicht mit Kissen oder einem Teppich oder eine Ecke, in der eine Lampe leuchtet.
  • Etwas, vielleicht einen Tisch, den man betrachten kann, mit Gegenständen oder Bildern, die zu Ihrem Thema passen.
  • Etwas leise Musik, um die Zeit zu begleiten.

Erklären Sie, was Sie tun werden:

    1. Beziehen Sie sie in die Vorbereitungen mit ein und suchen Sie gemeinsam die Gegenstände heraus.
    2. Erinnern Sie sie zu Beginn der Zeit der Stille, dass Gott gerne auf verschiedene Arten mit uns redet und dass es helfen kann, ihm zuzuhören, wenn man ruhig und still ist.
    3. Schlagen Sie vor, wie die Kinder diese Zeit nutzen können, zum Beispiel: „Vielleicht denkst du noch mal über die Geschichte nach, die wir vorhin gelesen haben … sieh dir die Bilder auf dem Tisch an … denk über einen bestimmten Ort oder Menschen nach … sag Gott, was du darüber denkst …“.
    4. Lassen Sie als Zeichen für den Beginn der Zeit der Stille Musik laufen und stellen Sie sie am Ende wieder leise. Achten Sie darauf, wie die Kinder die Stille aushalten können: 30 zufriedene Sekunden sind besser als zwei Minuten zwanghafte Stille.
    5. Beenden Sie die Zeit gemeinsam mit einem kurzen Gebet, einem Lied oder der Möglichkeit, dass die Kinder über die Zeit reden können. Geben Sie Acht, dass Sie die Antwort nicht in eine bestimmte Richtung lenken. Denken Sie daran, dass die wichtigsten Antworten in ihren Herzen und Gedanken sind. Gott sieht das, auch wenn wir es nicht können.

Vielleicht ist der wichtigste Aspekt der Geschichte von Samuel für Erwachsene nicht die dramatische Weise, in der Gott direkt mit Samuel geredet hat, sondern Elis Reaktion in dieser Situation. Samuel brauchte Hilfe, um Gottes Stimme zu erkennen und um zu wissen, wie er darauf antworten sollte. Eli hatte die Weisheit und Erfahrung, Samuel anzuleiten, auf eine Art, dass sein junger Schüler Gott selbst kennenlernen konnte und einen lebenslangen Prozess des Zuhörens und Antwortens im Gebet anfangen konnte (mit lang anhaltenden und weit reichenden Auswirkungen!). Wir sollten für die Kinder solche „Elis“ sein, die sie ermutigen und befähigen so zu beten, wie Samuel: „Sprich, dein Diener hört.“

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