Für Reisebegleiter

Die 100 Bibel-Entdecker-Geschichten sind eine spannende neue Möglichkeit für Kinder zwischen 7-12 Jahren, in die Bibel einzusteigen/sich mit der Bibel zu beschäftigen/die Bibel zu entdecken.

Alle, die in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten einsteigen wollen, können sich mit einem anderen Christen als „Reisebegleiter“ treffen, um gemeinsam eine Reise durch die Bibel und durchs Leben zu unternehmen.

100 Bibel-Entdecker-Geschichten rüstet Sie mit Material aus, um 100 biblische Geschichten zu erforschen, über Glaubensthemen zu reden und die große Geschichte der Bibel gemeinsam zu entdecken.

Sind Sie bereit, mit auf diese Entdeckungsreise zu gehen? Hier finden Sie alles, was Sie vielleicht wissen wollen, wenn Sie als Reisebegleiter ein Kind auf seiner Entdeckungsreise begleiten möchten.

Inhalt

Wer kann Begleiter sein?
Kinder und Sicherheit
Warum brauchen Kinder einen Begleiter?
Was ist die Rolle eines Begleiters?
10 Tipps
Wie geht man auf Entdeckungsreise?
Wer kann auf Entdeckungsreise gehen?
Was gehört dazu?
- 100 Bibel-Entdecker-Geschichten : Das Buch
- 100 Bibel-Entdecker-Geschichten Online für Begleiter
- 100 Bibel-Entdecker-Geschichten Online für Kinder
Wie nutze ich am Besten …
… die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?
… die eigene Geschichte für 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?
… die Fragen und Antworten in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?
… den Abschluss jeder Entdeckungsreise?
Wie kann ich eine regelmäßige „Bibellesezeit“ schaffen?
Wie kann ich die Bibel besser verstehen?
Wie kann ich einem Kind helfen, die Bibel besser zu verstehen?
Wie kann ich die „richtige“ Antwort finden?
Wie man die „großen“ Fragen stellt
Wie man unmögliche Fragen beantwortet
„Ich weiß es nicht.“
Ein Gebet für Ihr Kind


Wer kann Begleiter sein?

Sind Sie …

  • … ein Elternteil?
  • … ein anderes Familienmitglied?
  • … ein Pate?
  • … ein älterer Freund?
  • … ein Betreuer?
  • … Leiter einer Kindergruppe?
  • … Kindermitarbeiter?
  • … Gemeindeleiter?
  • … Lehrer?
  • … ein älterer Schüler oder Student?
  • … jemand, der von der Bibel begeistert ist?
  • … jemand, der diese Begeisterung mit anderen teilen will?

… dann könnten Sie Begleiter bei 100 Bibel-Entdecker-Geschichten werden.

Vielleicht schüchtert Sie der Begriff „Begleiter“ ein wenig ein, aber was gemeint ist, ist eine Person, die sich an die Seite eines anderen stellt, ein Gefährte, der mitgeht, der das Kind seine Geschichte erzählen lässt und ihm mit den Teilen hilft, die es nicht versteht, so dass es seine eigenen Antworten finden kann.

Es kann ein persönliches Treffen stattfinden, bei dem der Begleiter und das Kind zusammen sitzen und die Bibel lesen. Aber es kann genauso gut am Telefon stattfinden, über Sms, E-mail, Videoanrufe oder Chats – oder sogar per Post. Vielleicht ziehen Sie es vor, sich Leiter, Mentor, Kumpel, Freund oder wie auch immer zu nennen. Wichtig ist die Qualität der Beziehung zwischen dem Kind und dem Erwachsenen, wenn Sie gemeinsam entdecken, was Gott Ihnen zeigen und sagen will.

Herr, deine Weisungen sind Wunderwerke und darum halte ich an ihnen fest. Erklärung deines Wortes bringt Erleuchtung, auch Unerfahrene bekommen Einsicht. Mein Mund ist weit geöffnet vor Verlangen, so lechze ich nach deinen Weisungsworten. Herr, wende dich mir zu und hab Erbarmen, so wie es denen zusteht, die dich lieben.

Psalm 119,129−132

 

Kinder und Sicherheit

Wenn Sie die Rolle des Begleiters übernehmen und nicht ein Elternteil des Kindes sind oder in einer elterlichen Beziehung zu ihm stehen, denken Sie daran, dass Sie sich in einer Vertrauensposition befinden, die nach der Zeit der „Treffen“ bestehen bleiben wird. Traurigerweise kann es heute dazu kommen, dass man mit Misstrauen betrachtet wird, wenn man bleibendes Interesse an einem Kind zeigt. Sie müssen sorgsam darauf achten, die Integrität dieser Beziehung zu aller Zeit zu gewährleisten, wodurch Sie sowohl das Kind als auch sich selbst als Begleiter schützen und es ermöglichen, dass sich eine wertvolle Begleitung entwickeln kann.

Seien Sie offen mit dem, was Sie tun und tun Sie nichts im Verborgenen, Privaten oder Exklusiven.

Respektieren Sie die Eltern des Kindes und tun Sie nichts, um deren Autorität zu untergraben.

Jede Kommunikation und jeder direkte Kontakt zu einem Kind muss durch Transparenz und Rechtschaffenheit charakterisiert sein und muss innerhalb der nationalen und der Gemeinderegelungen für den Umgang mit Kindern geschehen.

 

Warum brauchen Kinder einen Begleiter?

Terry Williams, Koordinator für die Arbeit mit Kindern des Bibellesebundes International, über seine Arbeit, bei der er Hunderte von Kindern und jungen Leuten begleitet hat:

„An diesem Morgen las ich in meiner Bibel die Geschichte, in der Simson den Kinnbacken eines Esels nimmt und damit 1.000 Philister abschlachtet. Das war nicht gerade der inspirierende Start in den Tag, den ich mir erhofft hatte und ich bald suchte ich nach jemandem, mit dem ich darüber reden konnte, um einigen der Fragen, die in mir hochkamen, auf den Grund zu gehen. Letzte Woche las ich über Hananias und Safira, die tot umfielen, weil sie ein wenig zu großzügig mit der Wahrheit umgegangen waren. Wieder suchte ich mir einige Freunde, die mir helfen konnten, zu reflektieren, wie ich mit meinem Verständnis von Gott und seinem Charakter im Licht dieses Geschehens umgehen sollte.

Denken Sie noch einmal über den Äthiopier nach, der von Jerusalem auf dem Weg nach Hause war und in den Schriften las …

Philippus lief hin und hörte, wie der Mann laut aus dem Buch des Propheten Jesaja las. Er fragte ihn: „Verstehst du denn, was du da liest?“ Der Äthiopier sagte: „Wie kann ich es verstehen, wenn mir niemand hilft!“ Und er forderte Philippus auf, zu ihm in den Wagen zu steigen. Da ergriff Philippus die Gelegenheit und verkündete ihm, von dem Prophetenwort ausgehend, die Gute Nachricht von Jesus

(Apostelgeschichte 8,30.31.35)

Denken Sie auch an die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus, die über das, was sie gesehen hatten, diskutierten und versuchten, einen Sinn darin zu finden. Bevor nicht ein „Fremder“ sich zu ihnen gesellte und ihnen alles erklärte, was darüber in den Schriften geschrieben stand, mit ihnen Zeit verbrachte und ein gemeinsames Essen mit ihnen teilte, erkannten sie nicht, wer er war. Doch plötzlich wurden ihre Augen geöffnet und sie verstanden, wer es war, der mit ihnen gegangen war und ihre Herzen wurden „warm“.

Die Bibel ist das Buch der Glaubensgemeinschaft und gemeinsam zu versuchen, die Bibel zu verstehen ist das, was Gott wollte, als er der Gemeinschaft seiner Menschen dieses Buch gab. Nahe, warme Beziehungen sind lebendig, wenn wir fremdes, manchmal bedrohliches Territorium betreten, wenn wir einige der größten Fragen des Lebens stellen wollen, wenn wir lachen oder weinen wollen oder wenn wir einfach nur sitzen und nachdenken wollen, aber nicht alleine.

Kinder finden es oft schwer, in der Bibel zu lesen. Sie bemerken, wie leicht es ist, die Bibel als etwas zu sehen, das nichts mit dem wirklichen Leben zu tun hat: Es gibt nicht genug darin, auf das sie sich beziehen oder mit dem sie sich identifizieren könnten; es geht um Menschen, die sich von ihnen unterscheiden. Die Bibel erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte, Länder und Regionen. Sie ist voll von merkwürdigen Namen, Werten, sozialen und religiösen Gebräuchen. Kinder können sich keinen Reim daraus machen, was in den historischen Teilen auf der politischen Ebene abläuft. Es scheint so, als müsste man ein masochistischer geistiger Schlangenmensch sein, damit das Ganze überhaupt Sinn macht, geschweige denn irgendetwas mit mir zu tun bekommt. Nicht anziehend, nicht relevant, einfach nicht sie selbst.

Was könnte also Kinder für die Bibel begeistern, ihnen helfen, mit ihr umzugehen, sie zu verstehen und sie auf ihr eigenes Leben zu beziehen? Ein Schlüsselfaktor – vielleicht der Schlüsselfaktor – ist es, mit einem anderen Nachfolger von Jesus verbunden zu sein. Die meisten von uns haben vielleicht an einem Punkt einen Hauch von Motivation in einem Kind festgestellt, welcher das Ergebnis von fürsorglicher Ermutigung durch einen Erwachsenen sein kann. 100 Bibel-Entdecker-Geschichten ermutigt diese älteren Christen, sich auf eine Reise mit dem Kind einzulassen und stellt die Werkzeuge zur Verfügung, um die Bibelseiten zu öffnen und ihre Lebenserfahrungen zu erforschen.

Nicht weniger wichtig ist die dringende Notwenigkeit, sich an die Seite der Kinder zu stellen, um mit Maßstäben der Bibel die Masse von Stimmen und Botschaften, mit der sie tagtäglich bombardiert werden, zu reflektieren. Was ist „Wahrheit“ in einer postmodernen Generation und wo kann man sie finden? Mitten in einem Leben, das unfair ist, in einer Welt, die Genusssucht fördert, mit Erfahrungen, die den Selbstwert untergraben und trauriger Weise mit Familien, die zu beschäftigt sind oder zu gestört, um Glauben zu nähren, suchen unsere Kinder nach Hilfe.

Wir wollen, dass Kinder die Autorität der Bibel kennenlernen, ihr erlauben, ihren Glauben und ihr Handeln zu formen und so als Nachfolger von Jesus und als Diener einer hilfsbedürftigen Welt aufzuwachsen.

 

Was ist die Rolle eines Begleiters?

Sie können wählen: Freund, Leiter, Regisseur, Führer, Zuhörer, Ermutiger, Lehrer, Schiedsrichter, Ratgeber, Berater, Förderer von Kraft und Sicherheit, Mentor, Begleiter, Belohner und Ausleger. Ja, vielleicht müssen wir alles gleichzeitig sein und noch mehr, wenn wir mit Kindern in der Bibel lesen. Aber keine Sorge – wenn wir selbst Gottes Wort leben, sind wir wahrscheinlich das meiste davon, ohne es wirklich zu versuchen.

 

In 100 Bibel-Entdecker-Geschichten ist die Rolle des Begleiters:

  • die Bibelstellen zur selben Zeit wie das Kind zu lesen,
  • Begegnungen mit Gott während des Lesens zu teilen,
  • Berührungspunkte zwischen dem Bibeltext und persönlichen Erfahrungen zu erforschen,
  • fähig zu sein, Themen, Lehren und Fragen, die auftauchen, zu diskutieren und weiterzutreiben,
  • regelmäßigen und verbindlichen Kontakt zu dem Kind zu pflegen,
  • fähig zu sein, Unterstützung und Ermutigung zu bieten, wenn es nötig ist,
  • das Kind zu einer regelmäßigen Zeit des Bibellesens zu ermutigen,
  • offen, verletzlich, authentisch und ehrlich zu sein,
  • die Eltern oder Erziehungsberechtigten der Kinder so weit wie möglich zu informieren und einzubeziehen (wenn Sie das nicht selbst sind).

 

Auf dem Weg und durch diesen Prozess hindurch wird ein Begleiter vielleicht feststellen, dass er

  • persönlich von dem verändert wird, was Gott in der Bibel offenbart,
  • eine lebenslange Liebe und einen Respekt für Gottes Wort entwickelt,
  • die eigene Fähigkeit, mit der Bibel in einer reifen Art und Weise umzugehen, entwickelt.

 

Denken Sie daran, dass Sie die Aufmerksamkeit des Kindes für die Bibel wecken und nicht lehren wollen.

„In der Zeit, die ein Erwachsener und ein Kind gemeinsam verbringen, ist der wichtigste Faktor, dass die Botschaft der Bibel von der Person gelebt wird, bei der das Kind ist. Kein Reden und Einüben wird zeigen, dass die Bibel in unserem Leben vollkommene Relevanz hat, wenn unser Leben nicht zu dem passt, was Gott durch die Bibel sagt.“

(Aus The Adventure Begins, Terry Clutterham, Scripture Union 1996)

 

Es ist ein Vorrecht, Begleiter für einen jungen Leser zu sein. Und es ist eine bemerkenswerte Erfahrung, gemeinsam in das einzutauchen, was die Bibel sagt und zu helfen, sie zu verstehen und ins tägliche Leben umzusetzen.

Eisen wird mit Eisen geschärft, und ein Mensch bekommt seinen Schliff durch Umgang mit anderen.

Sprichwörter 27,17

 

10 Tipps

  1. Es ist hilfreich, mit dem Kind die beste Zeit und Methode für regelmäßige Treffen herauszufinden. Viele Kinder sind bereits beschäftigte junge Menschen, die mit einer Menge von Verpflichtungen jonglieren müssen. Achten Sie auf ihre Zeitkontingente. Wenn Sie im Voraus wissen, dass Sie zu einem festgelegten Termin nicht da sein werden, teilen Sie es dem Kind mit und machen Sie ein neues Treffen aus.
  2. Geben Sie lieber ehrliche (dem Alter des Kindes angemessene) als „perfekte“ Antworten und seien Sie bereit, Versagen genauso wie Erfolg zu teilen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, eine Antwort auf eine Frage zu finden, ist es in Ordnung, wenn Sie eine Weile darüber nachdenken und sagen, dass Sie danach antworten werden. Oder, noch besser, Sie versuchen, die Antwort gemeinsam herauszufinden.
  3. Zeigen Sie echtes Interesse am Kind. Fragen Sie es, was in seiner Welt passiert und was ihm auf seiner Glaubensreise gefällt. Teilen Sie auch regelmäßig Erlebnisse aus Ihrem eigenen Leben.
  4. Beten Sie regelmäßig für das Kind.
  5. Seien Sie ermutigend und bestärkend. Zeigen Sie dem Kind, dass Sie sich auf die Unterhaltung mit ihm freuen.
  6. Bewahren Sie sich gemeinsam eine Haltung der Vorfreude, dass Sie in einem besonderen Buch lesen, in dem wir erwarten, Gott persönlich zu begegnen. Ermutigen Sie eine Art Forschergeist – suchen Sie auf jeder Seite nach Gott.
  7. Helfen Sie dem Kind, sein eigenes Leben als Teil dieser epischen Geschichte in Gottes Wort zu sehen, indem Sie ihm die Gegenwart Gottes in ihrem Leben zeigen. Seien Sie immer bereit, Geschichten aus Ihrem eigenen Leben zu erzählen, die Gott in seinem Wirken in dem Leben seiner Nachfolger offenbaren.
  8. Wann immer es möglich ist, fragen Sie das Kind, welche Rolle seine Entdeckungen für sein Leben spielen. Auch wenn wir nicht anordnen können, was die Entdeckungen verändern werden, können wir doch Vorschläge machen, welche Teile seines Lebens davon berührt werden.
  9. Erwarten Sie nicht, dass jedes Gespräch damit endet, dass die Werte und der Lebensstil des Kindes auf den Kopf gestellt werden. Gott erwartet Veränderung durch die Bibel, und wir sollten die Fähigkeiten eines Kindes, ein beeindruckend radikales christliches Leben zu führen nicht unterschätzen. Aber Veränderung und Wachstum geschehen normalerweise langsam.
  10. Seien Sie offen dafür, dass die „Begleitung“ noch über die Beschäftigung mit 100 Bibel-Entdecker-Geschichten hinaus andauern wird.

 

Wie geht man auf Entdeckungsreise?

E100 – die entscheidenden einhundert Bibeltexte ist ein Bibelleseprogramm, das den erwachsenen Leser in 100 entscheidende Bibeltexte aus Gottes Wort hineinführt. Sie können mehr über E100 für sich und Ihre Gemeinde unter www.entdecke100.net herausfinden. Für Kinder und „ihre“ erwachsenen Begleiter, nimmt 100 Bibel-Entdecker-Geschichten dieselben 100 Bibellesetexte in einer für Kinder zugänglichen Version auf und stellt sie auf eine abenteuerliche und farbenfrohe Weise zur Verfügung.

 

Wer kann auf Entdeckungsreise gehen?

100 Bibel-Entdecker-Geschichten für Familien

100 Bibel-Entdecker-Geschichten ist ideal für den gemeinsamen Gebrauch durch Kinder und Erwachsene. Ein Elternteil oder ein anderes Familienmitglied ist ein natürlicher Kandidat für die Rolle des Begleiters, um diese Entdeckungsreise mit einem oder mehreren Kindern zu unternehmen. Oder wie wäre es, wenn Sie 100 Bibel-Entdecker-Geschichten verwenden, um eine Basis für eine gemeinsame Zeit mit Gott zu haben, in der die ganze Familie die Bibel erforscht? Könnten Sie eine Familien-Bibelzeit einführen, vielleicht einmal in der Woche, und die Kapitel von 100 Bibel-Entdecker-Geschichten gemeinsam durchgehen? Und falls Sie bereits auf diese Art gemeinsam Zeit verbringen, verwenden Sie 100 Bibel-Entdecker-Geschichten, um ein tieferes Verständnis von der großen Geschichte Gottes mit seinen Menschen zu bekommen.

 

100 Bibel-Entdecker-Geschichten für Gemeinden

Erwachsene in Gemeinden rund um die Erde lesen E100, welches auf 100 sorgfältig ausgewählten Bibeltexten aufgebaut ist (50 aus dem Alten und 50 aus dem Neuen Testament). Es ist so gestaltet, dass es den Teilnehmenden ein gutes Verständnis der Geschichte der Bibel von 1 Mose bis Offenbarung bereitstellt. Das „E“ steht für „entscheidend“ und jede der entscheidenden 100 Bibeltexte gehen von einigen Versen bis hin zu mehreren Kapiteln. Weil mehr und mehr Menschen dadurch inspiriert worden sind, Gott jeden Tag in der Bibel zu begegnen, kam die Frage nach einem gleichlaufenden Produkt auf, welches man mit Kindern in der Gemeinde oder zuhause verwenden kann.

Wenn Ihre Gemeinde E100 verwendet, dann ist 100 Bibel-Entdecker-Geschichten die ideale Möglichkeit, Ihre Gemeindekinder mit einzubeziehen. Das Programm ist dem Alter und dem Entwicklungsstand der Kinder angeglichen.

 

100 Bibel-Entdecker-Geschichten für christliche Gruppen (z.B. auf Freizeiten, in Schulen oder Jungscharen)

100 Bibel-Entdecker-Geschichten ist ideal für die gemeinsame Verwendung in Gruppen mit Erwachsenen und Kindern. Dies kann in einer Gemeinde sein, in der einige E100 lesen, aber 100 Bibel-Entdecker-Geschichten funktioniert auch unabhängig davon. Es kann in Kindergruppen der Gemeinde oder in der Schule verwendet werden, an Sonntagen oder in der Woche, mit erwachsenen oder gleichaltrigen Leitern. 100 Bibel-Entdecker-Geschichten ist wandlungsfähig genug, um in persönlichen Begegnungen auf Freizeiten oder bei Missionseinsätzen gebraucht zu werden – und das Material für die Nacharbeit zu bieten. Die Rolle des Begleiters kann sowohl in einem persönlichen Treffen übernommen werden, als auch auf Distanz, wenn die begleitende Beziehung über Texte, Online-Messaging, Telefon, Post oder E-mails läuft.

 

Was gehört dazu?

100 Bibel-Entdecker-Geschichten besteht aus drei Komponenten

  1. 100 Bibel-Entdecker-Geschichten : Das Buch

Die 100 Bibelstellen aus E100 für Erwachsene sind in 20 Kapiteln angeordnet, von denen jedes fünf biblische Geschichten enthält.

Das Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten liefert die Werkzeuge, eine dieser fünf Entdeckergeschichten detailliert und die anderen vier Geschichten in Grundzügen zu erforschen, erweitert mit Zusatzmaterial, welches online zugänglich ist.

 

[first page of a challenge with pointers to text:]

Jede Entdeckungsreise beginnt mit einem kleinen Bild, um die Geschichte vorzustellen, einer Reihe von Fragen, die zum Nachdenken anregen und einer Zeitleiste, die Ihnen hilft zu verstehen, wo in dem Gesamtbild des Alten oder Neuen Testaments dieser Abschnitt auftaucht.

 

[second page of the same challenge with pointers to text:]

Wenn Sie weiterblättern, finden Sie ein etwas größeres Bild und 10−15 Verse aus der Bibel, die Sie gemeinsam lesen. Um diese Verse in den größeren Kontext in der Bibel zu setzen, gibt es die Absätze „Was bisher geschah …“ und „Was danach geschah …“.

Was entdecken Sie als nächstes? 100 Bibel-Entdecker-Geschichten gibt Ihnen eine Auswahl an Möglichkeiten. Gegenüber von der Seite mit den Bibelstellen, sehen Sie ein variables System von Möglichkeiten, diese Geschichte weiter zu erforschen.

 

[page ‘5’ of a challenge, showing the Bible exploration questions etc:]

Sie können noch mehr lesen, über Fragen von Kindern zu dieser Geschichte nachdenken, einige Fakten lernen, die Geschichte praktisch ausprobieren und mit Gott reden.

Oder Sie können die Seite aufklappen und ein farbiges Bild öffnen, welches alle fünf Entdeckergeschichten aus dieser Entdeckungsreise illustriert.

 

[opened gatefold of pages 3 and 4:]

Sie können herausfinden, woher die kleinen Ausschnitte aus dem Bild stammen – und viel entdecken, viel mehr, wenn Sie die Bilder gemeinsam betrachten.

 

[page 6 of a challenge, with four pictures and questions]

Wenn Sie das Bild wieder schließen und die eingeklappte Seite umdrehen, finden Sie die restlichen vier Entdeckergeschichten aus dieser Entdeckungsreise. Schauen Sie nach, wo diese auf dem großen Bild dargestellt sind, beantworten Sie gemeinsam die Fragen und gehen Sie auf www.kinder.entdecke100.net, um mehr herauszufinden.

 

  1. 100 Bibel-Entdecker-Geschichten Online für Begleiter

Da Sie gerade dieses Online-Material lesen, wissen Sie bereits, wo Sie es finden können und was zum Download zur Verfügung steht.

Aber falls Sie noch nicht die gesamte Seite durchgesehen haben, auf www.kinder.entdecke100.net finden Sie:

  • Eine Einführung in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten: alles über die Entdeckungsreisen und darüber, was es heißt, Begleiter zu sein.
  • Wie 100 Bibel-Entdecker-Geschichten funktioniert: Expertentipps und Ideen, wie Sie das Beste aus den Entdeckungsreisen herausholen – und die Möglichkeiten ausschöpfen, die sich bieten, wenn man gemeinsam in der Bibel liest.
  • Wie Sie die 20 Entdeckungsreisen gemeinsam unternehmen: weitere Ideen und mehr Details, basierend auf dem, was Sie in dem Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten vorfinden. Jede Entdeckungsreise liefert den Hintergrund zu den biblischen Geschichten, Vorschläge, wie Sie gemeinsam diese Entdeckungsreise unternehmen, kreative Ideen zum Beten; Themen, über die Sie gemeinsam nachdenken können und Fragen und Antworten, über die Sie diskutieren können.

 

Ein Kind dabei zu begleiten, wenn es Gott begegnet und die Bibel erforscht, ist ein Vorrecht – aber es kann auch Angst machen. Das Online-Material ist dazu gemacht, um Ihnen Mut zu machen und Ihnen Rückhalt zu geben, indem es Ihnen hilft, in eine Unterhaltung mit dem Kind einzusteigen, Überlegungen zu fördern und Entdeckungen aus den fünf Entdeckergeschichten jeder Entdeckungsreise zu teilen. Die Informationen auf dieser Seite helfen Ihnen als Begleiter, diese Unterhaltungen auszuschöpfen und die sich entwickelnde Beziehung zu „Ihrem“ Kind zu nutzen.

  1. 100 Bibel-Entdecker-Geschichten Online für Kinder

Wenn Sie das Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten durchblättern, werden Sie sehen, dass es noch mehr Online-Material gibt unter www.kinder.entdecke100.net., welches weitere Möglichkeiten zur Erkundung der Geschichte liefert. Dass kann eine Schablone zum Basteln sein, eine Karte oder vielleicht ein Interview zum Lesen. Und Sie finden auch Bonus-Material online.

 

 

Wie nutze ich am Besten …

… die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?

Jede der 20 Entdeckungsreisen ist mit einer spannenden Zeichnung illustriert, die die fünf Entdeckergeschichten dieser speziellen Zusammenstellung zeigt. Geben Sie dem Kind reichlich Zeit und Möglichkeit, das Bild selbst zu betrachten: Es gibt immer eine ganze Menge zu sehen und zu entdecken.

Wenn Sie es gemeinsam betrachten, ermutigen Sie das Kind, zu beschreiben, was es sieht. Sie können die Unterhaltung mit folgenden Fragen einleiten:

  • Wer ist auf dem Bild zu sehen?
  • Was geschieht auf dem Bild?
  • Erinnerst du dich, was vorher passiert ist?
  • Kannst du mit Hilfe des Bildes die Geschichte erzählen?
  • Was meinst du, geschieht als Nächstes?

 

… die eigene Geschichte für 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?

Wenn Sie gemeinsam die biblischen Geschichten in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten lesen, versuchen Sie immer wieder Beispiele aus Ihrem eigenen Leben einzuflechten oder aus dem Leben eines Bekannten oder eines berühmten Christen aus der Vergangenheit oder Gegenwart. Es ist leicht für Kinder (und vielleicht auch für Erwachsene) von biblischen Geschichten zu denken, dass sie vor langer, langer Zeit stattgefunden haben. Die Geschichten mögen zwar interessant sein – aber haben sie wirklich etwas mit mir heute zu tun?

Ihre persönliche Geschichte muss nicht superdramatisch oder voller unglaublicher Geschehnisse sein. Ihr alltägliches Leben mit Gott und das Leben von Menschen, die Sie kennen, werden einen großen Einfluss auf das Kind haben, besonders wenn Sie ein Ereignis schildern können, dass zu einer biblischen Geschichte passt (Verlieren und Wiederfinden, wie die Frau, die ihre Münze sucht; Vergebung brauchen und bekommen, wie Petrus, als er Fehler gemacht hat; mit riesigen Aufgaben konfrontiert werden und sich unsicher fühlen, wie Josua).

Ihre eigene Geschichte enthält, was Sie entdeckt haben, als Sie die Bibel gelesen haben. Wenn Sie die Entdeckungsreisen mit Ihrem Kind unternehmen, denken Sie daran, dass Gott mit Ihnen genauso wie mit dem Kind reden wird. Seien Sie offen, ihn zu hören und diese Gedanken auf eine dem Alter des Kindes angepasste Weise mit ihm zu teilen.

 

… die Fragen und Antworten in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?

Eine meine ersten Erinnerungen an die Bibel ist die, dass ich durch die Geschichte von der Geburt von Jesus beunruhigt war. Ich hatte davon gehört, dass die Hirten in der Nacht auf einem Hügel ihre Schafe hüteten. Es war ein gefährlicher Job. Es konnte passieren, dass Wölfe oder Bären die Schafe angriffen – oder dass Diebe kamen und sie stahlen. Es war sehr wichtig, dass die Hirten dort waren. Und dann rannten sie alle weg zu dem Stall, um das Baby zu sehen – aber was wurde aus den Schafen?

Wir haben Kinder gebeten, für 100 Bibel-Entdecker-Geschichten Fragen zu jeder der 100 Bibeltexte zu stellen – und zu fragen, was sie wirklich wissen wollten. Dann haben ihre Begleiter (Eltern, Großeltern, Schwestern, Leiter, Freunde und andere) diese Fragen beantwortet.

Ann, eine der „Antwortenden“ aus 100 Bibel-Entdecker-Geschichten, erzählt, wie es bei ihr und ihrem Enkel Lewis lief, als sie die Geschichten vom verlorenen Schaf und von der verlorenen Münze lasen:

Ich sagte Lewis, dass ich ihm eine Geschichte vorlesen würde und dass wir darüber reden würden. Er setzte sich neben mich und ich las vor. Seine unmittelbare Reaktion war: „Das ist komisch.“ Ich war überrascht über diese Reaktion, weil mir der Sinn der Geschichte ziemlich klar gewesen war, aber ich wollte wissen, welcher Teil Lewis komisch vorkam. Seine Antwort: „Warum ist es für die Frau so schlimm, eine Münze zu verlieren?“ Natürlich. Eine Münze ist für Lewis nicht besonders wertvoll.

Das zeigte mir, dass Lewis den Hintergrund der Bibel nicht kannte. Ich nahm seinen Kommentar als Ausgangspunkt und erklärte ihm, dass damals diese Münzen vielleicht das Einzige waren, was die Frau besaß und dass es keine Bank gab, bei der sie mehr hätte bekommen können. Das machte ihm die Bedeutung klar und jetzt nahm er die Geschichte „für bare Münze“ und konnte sogar eine Verbindung zu der Geschichte mit dem verlorenen Schaf herstellen. Er konnte etwas mit der Idee eines verlorenen Schafes anfangen, da er auf dem Land lebt und die Bedeutung von Vieh kennt.

Dann fragte ich ihn, ob ihm noch etwas anderes zu der Geschichte einfallen würde. Er sagte, dass er nicht wusste, was „bereuen“ bedeutet. Ich erklärte es ihm und nahm die Möglichkeit wahr, ihm gleichzeitig das Wort „Sünde“ zu erklären, ohne dass er fragen musste. Dann kam er selbst auf eine lange Erklärung der Geschichten, in der er „Sünde tun“ mit „verloren sein“ und „sich entschuldigen“ mit „gefunden werden“ verknüpfte.

Ich wollte nicht, dass er dachte, dass nur eines von hundert Schafen (Menschen) Sünde begehen würde, deshalb fragte ich ihn, ob er sich vorstellen könnte, dass auch die anderen Schafe falsche Dinge tun. Er stimmte zu, dass sie wohl alle mal etwas falsch machen und dann zurückkommen.

Ich wollte ihn noch auf die „Freude im Himmel“ aufmerksam machen, deshalb schloss ich damit, dass ich ihm sagte, dass Gott sich freut, wenn wir uns entschuldigen und uns wieder von vorne anfangen lässt. Er antwortete, indem er sich direkt auf den Hirten bezog, der nach dem verlorenen Schaf sucht und sagte: „Es ist schön, dass Gott uns findet.“

Sie finden die Unterhaltung von Lewis und Ann bei Entdeckungsreise 12 unter der Geschichte „Verloren und gefunden“.

Es gibt noch weitere echte Fragen und Antworten durch das Buch und das Online-Material hindurch. Warum schauen Sie sich mit dem Kind nicht einfach diese Fragen an?

Vielleicht würden Sie – oder das Kind – eine andere Antwort geben? Vielleicht ruft diese Geschichte andere Fragen in Ihnen und dem Kind hervor? Gehen Sie auf das Forum … um Ihre eigenen Fragen und Antworten mit anderen zu teilen, die die Entdeckungsreisen unternehmen.

Um mehr über Fragen und Antworten zu erfahren, lesen Sie den Abschnitt „Wie kann ich die „richtige“ Antwort finden?“ und die Teile „Wie man die „großen“ Fragen stellt“, „Wie man unmögliche Fragen beantwortet“ und „Ich weiß es nicht.“

 

… den Abschluss jeder Entdeckungsreise?

Es gibt keinen Zeitplan, nach dem Sie jede Entdeckungsreise durchgehen sollen. Vielleicht möchten Sie gerne immer ein komplettes Kapitel behandeln; oder Sie verteilen es auf mehrere Tage oder Wochen. Egal, wie sie mit den Kapiteln umgehen, es wird hilfreich sein, jedes Kapitel konkret abzuschließen, indem Sie sich einen Moment Zeit nehmen, zu überlegen, was Sie gemeinsam entdeckt haben – und was Sie noch erforschen wollen.

 

Um Ihnen dabei zu helfen gibt es auf dieser Seite einen einfachen Auswertungsbogen, den Sie so oft ausdrucken können, wie Sie möchten.

 

Dort werden Sie jedes Mal eingeladen Folgendes festzuhalten:

  • Eine neue Sache, die ich entdeckt habe: Das ermutigt ein Kind, welches schon mit der Bibel vertraut ist, tiefer zu graben, und gibt gleichzeitig einem Kind, für das die Bibel etwas Neues ist, die Möglichkeit, seine Gedanken festzuhalten.
  • Eine Sache, die ich schon wusste, an die mich diese Geschichte erinnert hat: Das hilft den Kindern, ihre Erfahrung wertzuschätzen – es ist aufregend, wenn man merkt, dass man sich schon ein bisschen mit der Bibel auskennt oder ein bisschen darüber weiß, wie Gott ist oder wie man nach seinem Willen lebt.
  • Eine Frage oder ein interessantes Thema, das durch diesen Bibeltext entstanden ist: Diese Frage muss nicht zu diesem Zeitpunkt beantwortet werden. Sowohl Begleiter als auch Kind können die Frage mit auf den Weg nehmen, um darüber nachzudenken, Nachforschungen anzustellen, sich zu informieren oder darüber mit Gott zu reden. Sie können entscheiden, wann Sie sich dieser Frage wieder zuwenden oder vielleicht bemerken Sie an anderer Stelle von 100 Bibel-Entdecker-Geschichten, dass dort deutlich wird, was Sie wissen wollten.

 

Die Fragen sind immer dieselben, um Sie dazu anzuregen, darüber nachzudenken, was Sie gerade gemacht haben und was Gott zu Ihnen gesagt hat. Wenn Sie das regelmäßig am Ende einer Entdeckungsreise nach 5 Geschichten tun, werden Sie eine Liste Ihrer Entdeckungen haben, mit der Sie Ihr biblisches Erinnerungsvermögen festhalten und verstärken.

Zum Auswertungsbogen

  

Wie kann ich eine regelmäßige „Bibellesezeit“ schaffen?

  • Ermutigen Sie das Kind, Gott die beste Zeit seines Tages zu geben oder die beste Zeit seiner Woche – die Zeit, in der es am aufmerksamsten und nicht abgelenkt ist. Das kann die Zeit vor dem Ins Bett Gehen sein, direkt nach dem Abendessen (statt Fernsehen) oder morgens direkt nach dem Aufstehen (vielleicht muss es dann ein wenig früher aufstehen, und früher ins Bett gehen, damit das klappt).
  • Seien Sie offen dafür, Ihre eigenen Erfahrungen mit dem Bibellesen zu teilen und wie Sie es zurzeit gestalten. Hier ist Ehrlichkeit gefragt – es geht nicht darum, jemanden zu beeindrucken oder falsche Illusionen zu schaffen.
  • Ermutigen Sie das Kind, zu beten, auch kurz vor und direkt nach der Bibellesezeit.
  • Betonen Sie, dass eine gute Zeit in Gottes Wort Sie normalerweise ins Gebet führen wird.

Wie kann ich die Bibel besser verstehen?

Es gibt einen willkommenen Nebeneffekt, wenn man Begleiter ist, denn Gott wird zu Ihnen durch sein Wort reden, genauso wie er zu Ihrem Kind redet. Erwarten Sie es und schöpfen Sie diese Möglichkeiten aus, indem Sie:

  • Beten und den Heiligen Geist bitten, Ihr Herz und Ihren Geist dafür zu öffnen, was Gott Ihnen durch die Bibel sagt;
  • Teilen Sie mit anderen Christen, was sie lernen – und lernen Sie von ihnen, so dass wir alle gemeinsam lernen, was Gott sagt;
  • Sehen Sie die Bibel als eine einzige große Geschichte darüber, wie Gott in dieser Welt handelt – eine Geschichte, die uns hilft, zu sehen, wie Gott in der Geschichte unseres Lebens handeln will;
  • Klären Sie, ob unser Verständnis dieses Bibeltextes dasselbe ist, wie das von den Menschen, an die der Text gerichtet war, indem Sie sich fragen:
    • Was war damals die Kultur und der Brauch?
    • Was für eine Art Text ist das – ein Gedicht, ein Traum, ein Geschichtsbuch, und so weiter?
    • Wie passt es in den Gesamtkontext der Bibel?
  • Vertrauen Sie der Bibel und lassen Sie zu, dass sie Ihr Verständnis zu korrigiert;
  • Erkennen Sie, wie Ihre eigene Erfahrung, Ihre Kultur und Ihre Weltsicht unser Verständnis beeinflussen;
  • Hören Sie sorgfältig auf das, was Christen aus anderem Hintergrund verstehen und vergleichen Sie das mit der Hauptbotschaft der Bibel;
  • Erlauben Sie der Bibel, Ihr Leben zu ändern, wenn Sie mehr entdecken und mehr davon in die Praxis umsetzen;
  • Benutzen Sie die Bibel, um Ihre eigenen Glaubensfragen zu beantworten, zum Beispiel:
    • Wer war – und ist – Jesus?
    • Warum kam er auf die Erde und lebte unter den Menschen?
    • Warum ist er gestorben und wieder auferstanden?
    • Wo ist er jetzt?
    • Was geschieht, wenn er wiederkommt?
  • Nehmen Sie die Bibel als einen Liebesbrief von Gott an, der uns dazu führt, Gott und andere zu lieben.

Also, steigen Sie ein mit Gottes Hilfe – viel Spaß dabei!

 

Wie kann ich einem Kind helfen, die Bibel besser zu verstehen?

Terry Clutterham, Director of Ministry Delivery for Scripture Union (England und Wales) verwendet dieses einfache Muster, um gemeinsam Bibel zu lesen:

Danke Sie gemeinsam Gott für die Bibel und dafür, dass er da ist, um Ihnen zu helfen, Freude daran zu haben und von ihr zu lernen. (Dadurch entsteht ein Gefühl der Vorfreude.)

Lesen Sie die Bibelverse auf eine Art, die sie zum Leben erweckt – laut oder leise, mit viel Ausdruck oder durch Schauspiel, benutzen Sie die Vorstellungskraft oder schlagen Sie vor, worauf Sie achten werden, mit Bildern oder Symbolen, auf die Sie den Fokus lenken.

Ermutigen Sie, dass Gedanken, Gefühle und Handlungen, um die es in den Bibeltexten geht, „unter die Haut gehen“; hören Sie auf alle Einsichten, die Ihr Kind erlangt; verwenden Sie die Vorschläge und Ideen aus 100 Bibel-Entdecker-Geschichten; stellen Sie Ihre eigenen Beobachtungen an; und versuchen Sie die großen Fragen über Gott zu beantworten.

  • Was sagt uns dieser Teil der Bibel darüber, wer Gott ist, direkt in Worten oder wegen der Dinge, die er tut oder sagt?
  • Wie ist Gott in diesem Abschnitt?
  • Was hat er getan? Oder was tut er jetzt? Oder was wird er tun?
  • Was will Gott?
  • Was will er nicht?
  • Wie ist es, mit diesem Gott zu leben?

Teilen Sie miteinander, wie die Verse sie berührt haben; Sie zum Nachdenken gebracht haben; Sie dafür begeistert haben, etwas praktisches zu tun oder Ihre Haltung zu ändern; Sie an etwas anderes in der Bibel oder in Ihrem Leben erinnert haben; Sie daran erinnert haben, wie Jesus hilft, allem einen Sinn zu geben.

Als Ergebnis Ihrer Entdeckungen, beten Sie gemeinsam, antworten Sie Gott in einer Weise, die Sie und Ihr Kind am hilfreichsten finden. Erkennen Sie, was Gott darüber gesagt hat, wer wir sind und wie wir sind. Versuchen Sie folgende Frage zu beantworten: „Was wollen wir Gott jetzt sagen?“

Aus The Adventure Begins, Scripture Union 1996

 

Wie kann ich die „richtige“ Antwort finden?

Christine Wright, freischaffende Autorin, Bibelschülerin und schwerbeschäftigte Großmutter, schlägt vor, wie Sie zuversichtlicher mit den Fragen von Kindern umgehen können.

Wie man die „großen“ Fragen stellt

Es passiert Erwachsenen schnell, dass Sie in den „Vorstands“-Modus schalten und ihre Zeit damit verbringen, Kindern zu sagen, was sie tun sollen und wie sie es tun sollen und dann Fragen stellen, um herauszufinden, ob sie es getan haben. Kontrollieren Sie Ihren eigenen „Modus“, mit dem Sie mit den Kindern umgehen, zuhause oder außerhalb. Wieviel von dem, was wir sagen, ist bloß „leiten“ des Kindes und wie viel geschieht im gegenseitigen Dialog? Wenn wir erkennen, dass wir eine Menge Zeit im „Vorstands“-Modus verbringen, müssen wir die Kunst des Dialogs lernen. Wir könnten unsere Fragen ändern, um uns auf die Seite der Kinder zu stellen, anstatt ihr Handeln zu lenken.

Hören Sie gut zu, wie andere Menschen Fragen stellen und Sie werden sehen, dass die beste Methode, andere zum Reden zu bringen, die ist, offene Fragen zu stellen. Die Frage „Mochtest du die biblische Geschichte?“ ist zum Beispiel keine offene, da man nur zwei mögliche Antworten hat: Ja oder Nein.

„Was mochtest du an der biblischen Geschichte?“ ist eine offenere Frage, da es mehrere mögliche Antworten gibt und das Kind kann eine informativere Antwort geben.

Wenn wir offene Fragen stellen, bekommen wir nicht immer die Antwort, die wir wollten oder von dem wir glauben, dass es die „richtige“ Antwort ist. Aber das ist nicht der Punkt. Erforschen und Lernen ist mehr, als die „richtigen“ Antworten zu bekommen. Es geht darum, anzufangen, selbst zu denken. Das eröffnet die Möglichkeit, über Dinge nachzudenken, wenn wir aufwachsen, zum Beispiel:

  • uns zu fragen, wer Gott ist;
  • uns zu fragen, wer wir sind;
  • uns zu fragen, warum die Dinge sind, wie sie sind;
  • über die Größe Gottes nachzudenken;
  • darüber nachzudenken, wie man beten kann;
  • über Leid nachzudenken.

Große Fragen zu stellen, ist eine Kunst – aber es ist eine, die man erlernen kann! Es ist leicht, eine Unterhaltung über einen Bibeltext in eine Fragerunde zu verwandeln; aber wenn man die Art zu Fragen immer wieder ändert, ist es möglich, die Unterhaltung am Laufen zu halten und verschiedene Ideen und Möglichkeiten auszuloten.

 

Wie man unmögliche Fragen beantwortet

Was passiert, wenn das Kind etwas fragt, worauf Sie keine Antwort haben? Das ist etwas, vor dem viele Erwachsene Angst haben. Oft stellen Kinder genau die Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind – und manchmal wissen wir die Antwort einfach nicht. Ein ehrliches „Ich weiß es nicht“ ist besser als eine wortreiche Antwort, die im Grunde nichts aussagt (wie wir alle aus unserer eigenen Erfahrung als Fragesteller wissen). Die ehrliche Antwort lässt außerdem Raum für das Kind, jemand anderen zu fragen und weiter über die Frage nachzudenken.

Vielleicht haben wir ein Bild von einem „Lehrer“ im Kopf, der alles weiß, und denken, dass wir die Kinder enttäuschen und uns blamieren, wenn wir etwas nicht wissen. Wenn wir so denken, stecken wir immer noch in diesem „richtige Antwort/falsche Antwort“-Denken fest. Vielleicht ist uns so der christliche Glaube beigebracht worden, aber es gibt andere Wege, um ein Kind im Glauben zu begleiten. Kinder werden Fragen stellen, aber wir müssen nicht alle Antworten wissen! Manchmal müssen wir nicht einmal antworten.

Was können wir denn sagen? Es hilft, zu wissen, was das Kind denkt und was es dazu gebracht hat, diese Frage zu stellen. Wir können sagen: „Das ist eine gute Frage. Was denkst du darüber?“

Auf diese Art wird das Kind etwas über seinen Entwicklungsstand mitteilen und Sie können sehen, wie es denkt. Tatsächlich werden die meisten Kinder mit ihrer eigenen Antwort recht zufrieden sein und wenn, dann sollten wir diese Einsichten respektieren und darauf vertrauen, dass sie sich weiterbewegen werden und ihr eigenes Verständnis formen und umformen werden, während sie älter werden.

Wenn wir Fragen beantworten, müssen wir darauf achten, dass wir nur soviel sagen, dass die Neugierde gestillt wird. Eine Antwort, die mehr Information enthält, als das Kind eigentlich bekommen wollte, führt vielleicht dazu, dass es nicht mehr fragt.

 

„Ich weiß es nicht.“

Es wird Zeiten geben, in denen Sie die Antwort auf eine Frage einfach nicht kennen, aber wissen, dass es darauf eine Antwort gibt. Eine Art, damit umzugehen ist, zu sagen: „Ich weiß es nicht, aber ich werde es herausfinden und dir dann sagen, wenn wir uns wieder treffen.“ Wenn Sie so etwas versprechen, achten Sie darauf, dass Sie es auch einhalten und eine Antwort finden, die Sie dem Kind geben können. Das wird dem Kind zeigen, dass Sie seine Fragen ernst nehmen und dass Sie vertrauenswürdig sind: Sie halten, was Sie versprechen.

Noch besser ist es, wenn Sie sagen: „Ich weiß es nicht. Vielleicht können wir es gemeinsam herausfinden.“ Dabei könnten Sie einen Bibelkommentar benutzen, in eine Bücherei gehen, online recherchieren, jemanden fragen, der es wissen könnte – oder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten nachzusehen. Vielleicht finden Sie immer noch keine Antwort. Aber gemeinsam zu versuchen, eine Antwort zu finden, ist mehr, als nur eine Antwort zu suchen: es zeigt dem Kind, wie man nach einer Antwort suchen kann, so lernt das Kind, wie es das alleine machen kann; es zeigt, dass es in Ordnung ist, zu fragen – und das Fragen ernst genommen werden; es liefert ihm – und Ihnen – eine Antwort, die Sie vorher nicht kannten; es vertieft Ihr Verständnis; und es hilft, ein Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen aufzubauen.

 

[design note for this page: lay out this prayer in a handwriting font, 16 point, leaving large enough gaps for an adult to write the child’s name, where the instructions say (insert name).]

 

Ein Gebet für Ihr Kind

Ich bete, dass (Namen einfügen) sich beeilt, dein Wort zu hören und darauf zu antworten, nicht weil sie/er dazu gezwungen wird, sondern weil sie/er es will.

Bitte hilf (Namen einfügen) sicher zu sein, dass, egal welchen Teil der Bibel wir gemeinsam entdecken, die Worte enthalten, was du, Herr, (Namen einfügen) sagen willst. Diese Worte werden sich nicht als Lügen herausstellen, sondern als Wahrheit, mit der sie/er ihr/sein ganzes Leben lang sicher leben kann.

Hilf mir, mit deinem Wort und (Namen einfügen) so umzugehen, dass es sie/ihn in dein Wort zieht und dass sie/er so vertieft und geformt von ihren/seinen Gedanken wird, die deine Gedanken sind, dass (Namen einfügen) niemals von deinem Wort wegwächst, sondern immer zu deinem Wort hin.

Kommentare

  1. Erika Jagla meint:

    Liebes entdecke100 – Team, ich finde das Buch und die Ideen dazu auch sehr spannend. Schade, dass es für Kinder von 9-12 ist. So ein Buch mit diesem tollen Konzept hätte ich zu gerne für kleinere Kinder, z.B. für den Kindergottesdienst mit 3-6jährigen.

    Danke und ein Riesenlob!
    Erika Jagla

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