Entdeckungsreise 12 – Was Jesus sagte

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Was Jesus sagte?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch „100 Bibel-Entdecker-Geschichten“ ausführlich beschäftigen.

Was soll ich tun?                                                        Matthäus 5,3
Wie soll ich beten?                                 Matthäus 6,5−15
Jesus erzählt Geschichten                                     Matthäus 13,31−33.40−46
Der barmherzige Samariter                                  Lukas 10,25−37
Verloren und gefunden                                          Lukas 15,1−10

 

Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch #100 Bibel-Entdecker-Geschichten# abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

Im Zentrum der Lehre von Jesus steht das Reich (oder die Herrschaft) Gottes. In ihm ist das Reich gekommen. Gott ist in einer neuen Art und Weise wieder unter seinen Menschen.

Die Bergpredigt (Matthäus 5) ist klare Lehre, viel davon über richtiges und falsches Verhalten. Es beschreibt die Art, auf die Menschen unter der Herrschaft Gottes leben sollen und schreibt damit das Gesetz des Alten Testaments neu. Der neue Anspruch ist höher als der Alte – aber er wächst aus einer neuen inneren Motivation, einer Beziehung mit jemandem, den wir Vater nennen können (Matthäus 6,5–14) und der sich um unsere täglichen Bedürfnisse kümmert (Matthäus 6,25–34). Das Mustergebet von Jesus enthält Anbetung und Bitten aber es wird klar, dass Gebet nicht nur eine schematische Anordnung von Worten ist: Gebet soll Ausdruck eines Lebensstiles sein, der das „Vater Unser“ in den Vordergrund rückt.

Jesus lehrt auf verschiedene Arten. Oft benutzt er Gleichnisse, einfache Geschichten, die aber oft einen überraschenden Moment oder eine unerwartete Wendung haben und immer so aufgebaut sind, dass die Zuhörer nachdenken und antworten müssen. Das Reich Gottes ist größer, als wir erwarten würden, aber auch, vielleicht, wie das Gleichnis der Aussaat und andere in Matthäus 13 beschreiben, begrenzter, als wir uns vorstellen möchten. Der Kampf zwischen Christus und dem Bösen, dem Reich Gottes und den Mächten der Finsternis geht weiter.

Die Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37) fordert uns heraus, unser Verständnis davon zu erneuern, wen wir akzeptieren und wen nicht. Gott sucht nicht nach Männern und Frauen, die alle richtigen Antworten haben, sondern nach denen, die Einfühlungsvermögen und Mitgefühl besitzen, das sich in Taten äußert. Gott kann auch die Außenseiter als Werkzeuge für gute Taten gebrauchen, nicht nur die „Religiösen“.

Lukas 15 fährt mit Geschichten fort, die die vorherrschenden Vorstellungen über die Reichweite und das Wesen von Gottes Liebe herausfordern. Sie zeigen uns, dass Gottes Liebe für alle ist, selbst für die, die wir vielleicht für unakzeptabel halten. Jesus hat ein Herz für die Verlorenen, er will sie zurückgewinnen und wiederherstellen, ihr kaputtes Leben wieder heilen.

Es sind hauptsächlich die beiden folgenden Dinge, die die Wirkungskraft dessen bewirken, was Jesus sagt. Erstens passt er das, was er lehrt an die Zuhörer an, die er anspricht. Und zweitens spiegelte sein Leben die Worte, die er sagte, vollkommen wider. Seine Worte und seine Taten bildeten eine Einheit, als er die Botschaft, die er verkündete, lebte.

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder: Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

Bevor Sie mit Entdeckungsreise 12 beginnen, nehmen Sie sich einigen Minuten Zeit, noch einmal über den Jesus nachzudenken, der Ihnen in der vorherigen Entdeckungsreise begegnet ist. Hat Sie etwas überrascht?

Jesus überraschte zweifellos die Menschen, mit denen er Zeit verbrachte. Er sagte Dinge, die ihre Einsichten veränderten – und er erzählte Geschichten, die ihnen halfen, die Dinge besser zu begreifen. Erwarten Sie also, überrascht zu werden, wenn Sie diese Entdeckungsreise gemeinsam unternehmen.

Weil jede dieser Abschnitte für sich steht, können Sie mit jeder von ihnen beginnen. Aber am einfachsten wird es sein, wenn Sie mit der Hauptgeschichte beginnen, besonders, weil sie das Thema von Gottes Reich eröffnet und den Vater von Jesus als unseren Vater (und König) vorstellt. Dann können Sie der Reihenfolge wie im Buch folgen. Sie werden feststellen, dass einige der Seligpreisungen aus Matthäus 5,3–10 in den Geschichten von Markus 13 und Lukas veranschaulicht werden. Jesus hat gesagt, dass sich die Menschen freuen dürfen, die ihm mehr gehorchen wollen, als zu essen oder zu trinken – und veranschaulicht das in den Geschichten, die alles für den einen Schatz aufgeben, den sie begehren. Er hat gesagt, dass sich die Menschen freuen dürfen, die barmherzig sind – und veranschaulicht, was er meint mit der Geschichte eines Samariters, der dem Mann, der niedergeschlagen wurde, eigentlich nichts schuldig war – und ihm trotzdem Barmherzigkeit erwiesen hat.

Behalten Sie das übergreifende Thema von Gottes Reich im Hinterkopf. Am Ende dieser Entdeckergeschichte wäre es gut, folgende Fragen zu beantworten: Was überrascht Sie am Reich Gottes? Wie können wir alle ein Teil von Gottes kommendem Reich sein?

 

Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Diese Lektionen von Jesus sind enorm praxisorientiert. Seien Sie nicht versucht, sie zu vergeistlichen! Sie könnten eine Liste schreiben mit den Dingen, die Menschen unter Gottes Herrschaft von anderen unterscheiden. Zum Beispiel sind sie anders weil

  • sie versuchen Gott an die erste Stelle zu setzen – selbst wenn das bedeutet, dass sie unbeliebt oder arm oder überhört werden;
  • sie sich um Menschen kümmern, die allen anderen egal sind – oder Menschen, vor denen andere Angst haben oder die sie nicht einmal bemerken;
  • sie Zeit mit Menschen verbringen, die traurig sind.

Reden Sie darüber, wie wir heute anders sein können als andere. Fordern Sie sich bei jedem Bibelabschnitt mit einer Sache gegenseitig heraus, die Sie tun oder sagen (bzw. nicht tun oder sagen) wollen, um heute am Reich Gottes mitzubauen. Was werden Sie tun um „etwas zu ändern“?

 

Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

Führt uns Gott in Versuchung?

Die Übersetzung der Guten Nachricht Bibel benutzt die Worte: „Lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden“, was etwas genauer ist. Aber Kinder, die das Gebet in einer älteren Fassung gelernt haben, werden vielleicht über diese Formulierung verwundert sein. In Jakobus 1,13 steht: „Wenn ein Mensch in Versuchung gerät, soll er nicht sagen: ‚Gott hat mich in Versuchung geführt’.“ Wir sind ganz gut darin, Entschuldigungen zu finden, wenn wir bewusst das Falsche tun – aber das gibt uns nicht das Recht, Gott dafür verantwortlich zu machen, dass er uns die Versuchung in den Weg gestellt hat.

Dennoch ist es gut, Gott darum zu bitten, uns vor den Dingen zu schützen, die uns in Versuchung führen und uns zu helfen, diesen Versuchungen konsequent zu widerstehen. So ist der Satz im Vater Unser gemeint.

Warum sollte Jesus Menschen in einen „brennenden Ofen“ werfen?

Der Fokus dieses Abschnitts liegt nicht auf Bestrafung und Belohnung – sondern auf den Entscheidungen, die Menschen treffen. Diejenigen, die sich für die richtige Seite entscheiden, erwartet eine großartige Zukunft mit Gott. Diejenigen, die sich für die falsche entscheiden, werden von Gott verurteilt und werden nicht an seinem Königreich und den Feierlichkeiten teilhaben. Jesus beschreibt nicht unbedingt, was genau mit ihnen geschieht – zumindest erwarten wir nicht, dass die Beschreibungen vom Himmel in der Offenbarung (goldene Straßen und Fundamente aus Edelsteinen) wörtlich gemeint sind. Es geht um Folgendes: Nur die, die sich für Gottes Weg entscheiden, werden den Segen von Gott bekommen, den er so gerne jedem geben würde. Behalten Sie im Hinterkopf, das der Abschnitt „Verloren und Gefunden“ verdeutlicht, dass sich Gott auf den Weg macht die zu finden, die mit der Entscheidung ringen.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Erklären Sie, dass Jesus viel Zeit im Gebet mit Gott seinem Vater, verbracht hat; er wusste, dass das der Schlüssel zu seinem Auftrag war. Wenn wir so sein wollen, wie er will und wie man in diesen Abschnitten lesen kann, dann müssen wir auch beten. Jesus zeigt uns wie. Schlagen Sie vor, dass Sie und die Kinder diese Verse aus Matthäus 6,9–13 oder die Worte des „Vater Unser“, wie es in Ihrer Gemeinde, Zuhause oder in der Schule verwendet wird, abschreiben. Ermutigen Sie sie, über jeden Satz nachzudenken und zu reden, während Sie das tun.

Kinder machen sich vielleicht Sorgen, wenn ihre Gebete scheinbar nicht erhört werden. Betonen Sie, dass das Vater unser mit „Unser Vater“ beginnt, was uns daran erinnert, dass es im Gebet mehr um die Beziehung zu Gott geht, als um Ergebnisse. Sprechen Sie das Gebet langsam gemeinsam.

Ermutigen Sie das Kind, dieses Gebet regelmäßig als einen Teil ihrer persönlichen Gebetszeit zu verwenden. Vielleicht beten Sie es jedes Mal gemeinsam, wenn Sie zusammen #100 Bibel-Entdecker-Geschichten# lesen?

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