Entdeckungsreise 13 – Was Jesus tat

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Was Jesus tat?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch „100 Bibel-Entdecker-Geschichten“ ausführlich beschäftigen.

Jesus versorgt viele                                              Lukas 9,10−20
Jesus geht auf dem Wasser                Matthäus 14,22−33
Ein Mann kann sehen                                            Johannes 9,1−11
Ein Mann ist wieder gesund                               Markus 5,1−13
Lazarus lebt                                                              Johannes 11,38−44

 

Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch #100 Bibel-Entdecker-Geschichten# abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

Die Wunder von Jesus bestätigen, dass in Jesus Gott auf eine ganz neue Art und Weise in die Welt hineingekommen ist. Diese Wunder nehmen verschiedene Formen an. In den Erzählungen der Evangelien haben sie fast immer etwas damit zu tun, die wahre Identität von Jesus zu zeigen.

Die Geschichte, in der Jesus 5.000 Menschen satt macht, erinnert an Gottes Versorgen des Volkes Israel in der Wüste mit Manna. Das Wunder wird in den Kontext der Lehre über das Reich Gottes gesetzt (Lukas 9,11) und ist verbunden mit der Erkenntnis von Petrus, wer Jesus eigentlich ist, der „Christus, der von Gott versprochene Retter“ (Lukas 9,20) – Christus als die griechische Übersetzung des Messias oder des Gesalbten.

Nach dem Sturm erkennen die Jünger Jesus als den Sohn Gottes an (Matthäus 14,34). Der Blinde sieht, mit einem Wahrnehmungsvermögen, das den geistlichen Führern fehlt, dass Jesus von Gott gekommen sein muss (Johannes 9,33). Die bösen Geister erkennen Jesus als den Sohn des höchsten Gottes mit unbedingter Autorität (Markus 5,7). Martha sieht, genau wie Petrus, Jesus als den versprochenen Messias, den Sohn Gottes, an (Johannes 11,27). Die Auferweckung von Lazarus wird zu einer Parabel dessen, was vor Jesus in seinem eigenen Leben liegt, mit einer Mischung aus Einfühlungsvermögen und Autorität.

Die Wunder zeigen, dass Gottes Herrschaft angebrochen ist (Lukas 11,20), eine Zeit des Heilens, des Friedens und des Lebens, in der alles, das Gott entgegensteht, ausgelöscht wird. Vielleicht ist Gottes Reich noch nicht in Vollkommenheit da, aber ist wirklich angebrochen.

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder: Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

Diese Entdeckungsreise fügt neue Hinweise zu Ihrem Bild von Jesus hinzu. Wer er ist, wie seine Herrschaft sich äußert und wozu er seine Nachfolger einlädt. Diese fünf biblischen Geschichten zeigen Gottes Herrschaft in Aktion, als Jesus beweist, dass er die Macht hat, Frieden zu bringen, Rettung, und Heilung (Lukas 4,18−19).

Jede dieser Geschichten steht für sich, Sie können sie also in der Reihenfolge lesen, in der sie im Buch angegeben sind. Wenn Sie das tun, beachten Sie, wie jede Geschichte Facetten von der Macht und dem Charakter von Jesus zum Vorschein bringt. Durch alle fünf Geschichten hindurch wird Ihnen auffallen, wie freundlich und mitfühlend Jesus ist und dass niemand anderes als Gott selbst fähig wäre, diese Dinge zu tun. Und alle gemeinsam zeigen, dass er die Macht über die Natur hat, über Krankheit, über Körperbehinderungen und Tod.

Sehen Sie sich das Bild auf den Seiten 81 und 82 an. Es zeigt die Szenen von jeder Geschichte und ist eine vereinfachte Karte der Gegend. Der Schauplatz jeder Geschichte ist durch einen Punkt markiert. Wenn Sie die Geschichten lesen, verwenden Sie den Bibeltext, um den Namen jeder Stadt oder jedes Ortes herauszufinden. Wenn Sie sie in der angegebenen Reihenfolge lesen, heißen die Orte wie folgt:

  • Geschichte 1 (Jesus versorgt viele) findet in Betsaida statt, oben rechts (Nord-Osten) am See Gennesaret.
  • Geschichte 2 (Jesus geht auf dem Wasser) findet später am selben Tag mitten auf dem stürmischen See Gennesaret statt.
  • Geschichte 3 (Ein Mann kann sehen) ist weiter südlich in Jerusalem, in der Nähe des berühmten Teiches von Schiloach.
  • Geschichte 4 (Ein Mann ist wieder gesund) ist zurück an der Küste des Sees Gennesaret, dieses Mal im Südosten in der Gegend von Gerasa.
  • Geschichte 5 (Lazarus lebt) findet in Betanien, in der Nähe von Jerusalem, statt.

 

Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Manchmal wirken diese Abschnitte wie großartige Geschichten, die aber wenig mit unserem eigenen Leben (oder dem Leben eines Kindes zu tun haben). Man sollte sichergehen, dass die Kinder die Geschichten nicht in die Welt der Fantasie und Märchen abschieben. Es ist wichtig, zu versuchen, sich in jeder Geschichte vorzustellen, selbst dabei gewesen zu sein.

Zum Beispiel in der Geschichte der Heilung von Lazarus. Stellen Sie sich vor, dass sie einer der Menschen gewesen wären, die um Lazarus trauerten. Was hätten Sie gesehen, gehört und gerochen? Was hätten Sie gedacht, als Lazarus herauskam? Was hätten Sie getan? Wenn Sie in einem Nachbardorf gewohnt hätten, hätten Sie geglaubt, was die Leute Ihnen erzählten? Was hätte Sie überzeugt?

Die Herausforderung ist dann, eine Verbindung dieser Geschichten zu unserem Leben heute herzustellen. Sie können persönliche Geschichten erzählen, wie Gott in Ihrem eigenen Leben eingegriffen hat, wenn Sie Heilung oder Schutz brauchten – oder Geschichten, die Sie im Internet oder in christlichen Büchern gefunden haben. Sie müssen nicht spektakulär sein! Mit älteren Kindern könnten Sie darüber sprechen, wie sich die Macht Gottes heute auf der Welt zeigt. Oft übersehen wir die Dinge, die Gott tut, deshalb ist es gut, sich Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken, wie wir Gott heute im Alltag erleben.

Denken Sie darüber nach, wie freundlich Jesus in jeder Geschichte ist – er erfasste die Situation und hatte Mitgefühl mit den betroffenen Menschen. Danach griff er mit einem Wunder ein. Wir sollten uns angewöhnen, die Schwierigkeiten, in denen Menschen sich befinden, wahrzunehmen – und dann Gott darum bitten, etwas Besonderes für sie zu tun. Vielleicht gebraucht er uns, um ein Teil der Lösung zu sein!

 

Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

Wo ist der Junge in der Geschichte mit den hungrigen Menschen?

Das ist eine Geschichte, die in jedem Evangelium auftaucht. Kinder, die die Geschichte aus Johannes kennen, könnten sich fragen, warum die Geschichten unterschiedlich sind. Die Bibel (Gottes Wort) wurde von vielen Menschen geschrieben – und in diesem Fall haben Matthäus, Markus, Lukas und Johannes das aufgeschrieben, woran sie sich am Besten von diesem Ereignis erinnerten. Sie widersprechen einander nicht, aber in Johannes stehen mehr Details.

Wenn Jesus all diese Dinge tun kann, weil er Gott ist, warum heilt er dann nicht heute kranke Leute, hilft Hungernden oder beschützt Menschen vor Katastrophen?

Diese Frage zum Leid ist sehr schwierig zu beantworten und es gibt viele Kommentare und Websites, die ihnen helfen können, darüber nachzudenken. Erinnern Sie sich daran, dass Gott diese Dinge auch heute noch tut – auch wenn er das normalerweise durch ganz normale Menschen tut (Ärzte, Menschen, die Armen Leuten spenden und so weiter). Es gibt aber auch Zeiten, in denen wir uns danach sehnen, dass Gott eingreift, und er tut es nicht. Seien Sie besonders sensibel, wenn ein Kind für jemanden betet, der ihm nahe steht und krank ist – oder von Bildern aus dem Fernsehen bedrückt ist, in denen die Folgen von Naturkatastrophen gezeigt werden.

Was ist mit den Menschen, denen die Schweine gehörten?

Es scheint doch ziemlich unfair, dass die Heilung von einem Mann für andere den Verlust der Lebensgrundlage bedeutet. Vielleicht zeigt Jesus wie wertvoll ein Mensch ist – das ist der Wert, den er diesem Mann gibt, vor dem jeder andere Angst hatte. Denken Sie daran, dass wir das Ende der Geschichte nicht kennen.

Was ist mit den armen Schweinen?

Das scheint auch ziemlich unfair zu sein. Das waren hilflose Tiere, die gar nichts mit dem zu tun hatten, was zwischen Jesus, dem bösen Geist und dem Mann vor sich ging. Die Menschen, die gesehen hatten, was passiert war, machten sich auch um die Schweine Sorgen (Vers 16). Es ist nicht leicht zu erklären, warum sich Jesus scheinbar so wenig Gedanken um die Schweine macht, die ja seine Schöpfung sind. Wir müssen im Blick haben, was wir von Gott wissen. Wir wissen, dass Gott sich um Tiere kümmert, weil sie ein Teil seiner „guten“ Schöpfung sind. Als Gott Noach das Versprechen gab, die Welt zu beschützen, galt dieses Versprechen nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren (1 Mose 9,9–10). Aber was in dieser Geschichte geschieht ist mehr, als wir uns vorstellen können: ein Kampf zwischen den übernatürlichen Mächten von Gut und Böse. Das Opfer der Schweine scheint eine unglückliche Folge dieses Kampfes gewesen zu sein.

Warum war Jesus so bewegt, wenn er doch wusste, dass Lazarus wieder von den Toten auferweckt würde?

Jesus war ein Mensch. Wir wissen, dass das eine Familie war, die er oft besucht hatte und er fühlte mit den Schwestern und Freunden mit, die schmerzlich trauerten. Aber er war auch ärgerlich, weil er wusste, dass es einige in der Menge gab, die immer wieder neue Gründe fanden, das, was er tat (oder was er nicht tat), zu kritisieren.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Jesus zeigte die Liebe und Güte, die er für Menschen hatte. Er kümmerte sich um sie und stillte ihre Bedürfnisse. Die Wunder zeigen auch seine Macht über Naturgesetze, über Krankheit und Tod.

Erstellen Sie gemeinsam eine Liste von allen Familienmitgliedern, Freunden oder sogar Menschen, von denen Sie in den Nachrichten gehört haben, die die Güte von Jesus brauchen.

Wenn Sie mindestens fünf Personen auf Ihrer Liste haben, helfen Sie den Kindern, eine Hand auf ein Blatt Papier zu legen und die Finger auszustrecken. Zeichnen Sie um die Hand herum und schneiden Sie die Papierhand aus. Tauschen Sie die Rollen und lassen Sie das Kind ihre Hand zeichnen. Erklären Sie, dass Sie diese Papierhände verwenden werden, um mit Gott zu reden.

Benutzen Sie ihre Liste und knicken Sie jedes Mal, wenn Sie für eine Person beten, einen Finger um. Wechseln Sie sich ab, für jede Person auf der Liste zu beten und bitten Sie Jesus, ihnen in der Situation zu helfen, in der sie sich gerade befinden. Wenn Sie mehr als fünf Personen haben, für die Sie beten wollen, knicken Sie die Finger wieder hoch und fangen Sie von vorne an. Danken Sie zum Schluss Gott für seine Macht, Dinge zu verändern.

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