Entdeckungsreise 14 – Gottes großer Plan

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Gottes großer Plan?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch „100 Bibel-Entdecker-Geschichten“ ausführlich beschäftigen.

Das Abschiedsmahl                                            Lukas 22,14−23
Jesus vor Gericht                                                Johannes 18,28−40
Jesus stirbt                                                            Johannes 19,16−30
Jesus lebt                                             Johannes 20,11−20
Jesus geht in den Himmel                               Apostelgeschichte 1,1−11

 

Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

Gottes Antwort auf die Sünde und das Versagen der Menschheit findet sich im Kreuz seines Sohnes Jesus. Jedes der Evangelien widmet der letzten Woche im Leben von Jesus einen überdurchschnittlich langen Abschnitt. Zu diesem Punkt, wie er ja auch gelehrt hatte, führte sein gesamtes Leben hin. Gottes Plan mündete in diesen Höhepunkt, den Moment, der im gesamten Evangelium von Johannes als die Stunde der Herrlichkeit Gottes angesehen wird (z.B. Johannes 12,20−36).

Die Vertrautheit des letzten Abendmahls ist brüchig, gekennzeichnet von der Anwesenheit des Verräters. Obwohl Jesus das weiß, entscheidet sich Jesus dafür, das Passafest mit Judas zusammen zu feiern … und mit Petrus, von dem er weiß, dass er ihn verleugnen wird. Er bildet eine Verbindungsstelle zu der ursprünglichen Bedeutung des Passafestes im Alten Testament. Jesus ist das wahre Passaopfer, das die Erlösung von Männern und Frauen aus der Macht der Sünde garantiert. Außerdem klingen hier Hinweise auf den leidenden Bevollmächtigten aus Jesaja 52,13−53,12 an (Johannes 18,22.19,3).

Durch alles hindurch ist Jesus der gehorsame Sohn, der, obwohl er unter der Last der Aufgabe, die auf ihn wartet, fast zusammenbricht, sie trotzdem auf sich nimmt, weil Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist es so festgelegt haben. An keiner Stelle ist Jesus ein unwilliges Opfer. Er geht freiwillig ans Kreuz, um den Kelch mit Gottes Zorn auf die Sünde zu trinken (Lukas 22,39−46). Er wird gekreuzigt und stirbt, aber nicht als Besiegter: „Jetzt ist alles vollendet“, ist sein Siegesschrei. Der Preis ist vollständig bezahlt. Der Körper von Jesus wird vom Kreuz genommen und begraben.

Am Sonntag morgen wird das Grab leer aufgefunden. Die Auferstehung von Jesus ist die Rechtfertigung seines Todes, die Besiegelung seines Sieges. Auch das wurde schon in den hebräischen Schriften vorhergesagt (Johannes 20,9).

Sein letztes Erscheinen bei den Jüngern beinhaltet das Versprechen des Heiligen Geistes, ihre Beauftragung, seine Zeugen zu sein und dann seine Himmelfahrt mit dem Versprechen: „So wie ich gehe, werde ich wiederkommen“. Nachdem er zum Vater zurückgekehrt ist und sein Auftrag vollendet ist, regiert er in Herrlichkeit und schickt seine Nachfolger in die Welt (Johannes 20,21−23, Apostelgeschichte 1,8)

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder: Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

In dieser Entdeckungsreise werden die Kinder sofort zur letzten Woche im Leben von Jesus mitgenommen (auch als Passionswoche bekannt), als die Jünger von Jesus das Passamahl mit ihm feiern. Sehen Sie sich noch einmal das Bild von Mose an (Entdeckungsreise 4) und erinnern Sie sich an das erste Passa – und Gottes Anweisung, dass sein Volk diese Rettung jedes Jahr wieder feiern sollte. Ältere Kinder können Parallelen zum Abendmahl (Eucharistie, Mahl des Herrn, heilige Kommunion) ziehen, in dem die Kirche einen noch größeren Sieg feiert, als Jesus die Sünde für immer und für alle Menschen besiegte. Dieser Sieg ist das Thema dieser Entdeckungsreise.

Sie müssen wahrscheinlich ein wenig über den Hintergrund erklären, warum eine Person, die so viele großartige Wunder vollbracht hat und so weise Dinge gesagt hat, das Ziel einer Hetzkampagne werden konnte. Sagen Sie, das Jesus diejenigen, die Macht hatten (politisch und religiös), bedrohte, weil er ein Königreich verkündete, in dem die Armen, die Demütigen, die Außenseiter willkommen sind – ein Königreich, in dem es Menschen, die andere herumschubsen oder auf andere herabsehen, nicht gut gehen wird. Sehen Sie sich noch einmal Entdeckungsreise 12 und 13 an und suchen Sie einige Stellen heraus, an denen die wunderbaren Worte und Taten von Jesus nicht unbedingt von jedem als so „wundervoll“ angesehen wurden. Mächtige Leute richteten es so ein, dass Jesus festgenommen und getötet wurde. Sie hatten keine Ahnung, was er damit meinte, dass sein Königreich nicht von dieser Welt war – die Macht, die sie sich einbildeten zu haben, war kein Gegner für die Macht von Gott, der Jesus zurück ins Leben holte (die Auferstehung).

Die Hauptgeschichte in Entdeckungsreise 14 ist diese Geschichte der Auferstehung. Es verwandelt scheinbare Hoffnungslosigkeit in Hoffnung für alle Menschen auf der ganzen Welt. Aber solange den Kindern die gesamte Geschichte nicht sehr vertraut ist, ist es besser, mit der Geschichte vom letzten Abendmahl zu beginnen und dann chronologisch weiterzugehen. Wenn Sie das tun, achten Sie darauf, dass das Tempo nicht zu langsam wird. Die Ereignisse vom letzten Abendmahl bis zur Auferstehung dauerten gerade mal etwas über eine Woche. Es ging also schnell voran. Und es lagen nur sechs Wochen zwischen der Auferstehung und dem Moment, als Jesus in den Himmel zurückging (Himmelfahrt).

Es entstehen also viele Themenansätze aus dieser Entdeckungsreise – darunter der Neid, die Brutalität, der Verrat und die Schwachheit auf der Seite der Menschen um Jesus herum – Feinde und Freunde. Wenn man darüber nachdenkt, Menschen wie wir. Aber es ist Gottes Liebe, das Opfer von Jesus und Gottes Macht und Sieg, die durch alles hindurch scheinen und uns allen die Möglichkeit der Vergebung anbieten, des Willkommenseins und des vollen Lebens, wo wir mit Gott zusammen sein Reich auf der Erde bauen.

 

Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Einige sehr „menschliche“ Fragen darüber, wie wir reagieren, wenn wir mit Ungerechtigkeit konfrontiert werden, tauchen hier auf. Sie finden diese im Buch #100 Bibel-Entdecker-Geschichten#.

Aber die Kernfrage, die wir uns stellen müssen, ist: Welche Bedeutung haben Tod und Auferstehung von Jesus heute für mich? Die Art, wie sie darüber reden, hängt davon ab, wie alt und erfahren die Kinder sind. Einige haben vielleicht schon die Entscheidung getroffen, Gott dafür zu danken, was Jesus getan hat, als er die Strafe für die Sünden der ganzen Welt übernommen hat. Laden Sie die Kinder ein, mit ihnen auszutauschen, welche Bedeutung das für sie ganz persönlich hat. Sagen Sie auch, was Sie selbst denken.

Andere Kinder sind vielleicht noch nicht an diesem Punkt – und manche sind vielleicht noch nicht bereit dazu. Erlauben Sie den Kindern, dies in ihrem eigenen Tempo zu machen. Es ist der heilige Geist, der sie zu Gott zieht – nicht wohlmeinende Freunde oder Ratgeber. Ihre Verantwortung ist es, Ihnen den Weg deutlich zu machen, wie wir Gottes Freunde werden können. Es ist keine Formel – es bedeutet den Beginn einer neuen Beziehung zu Gott, weil er alles dafür getan hat, die Hindernisse auf dem Weg dorthin wegzuschaffen. Gottes Freunde sind Nachfolger von Jesus – weil wir Freunde von Gott sind, versuchen wir so zu leben, wie Jesus es gelehrt und vorgemacht hat.

Das ist nicht immer leicht. Aber die Auferstehung von Jesus bedeutet, dass die Sünde besiegt ist. Es fühlt sich nicht immer so an, weil wir immer noch Dinge falsch machen und Dinge erleben, die nicht richtig sind. Versichern Sie die Kinder, dass der heilige Geist kommt, um in uns zu leben, wenn wir Freunde von Jesus werden. Unsichtbar, aber da. Er bewegt, was wir denken, was wir tun und wofür wir uns entscheiden. Es ist derselbe Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat – deshalb wird er bei uns sein und uns den Mut und die Kraft geben, als Nachfolger von Jesus zu leben. Und eines Tages werden wir für immer mit Jesus leben – ohne Sünde.

 

Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

Warum musste Jesus getötet werden und warum auf so eine schreckliche Weise?

Die Art, wie Jesus gestorben ist, war in der Tat schrecklich. Wenn es heute passieren würde, würde es in den meisten Ländern, in denen es heute noch die Todesstrafe gibt, sehr viel humaner geschehen (zum Beispiel durch eine tödliche Spritze). Aber die Kreuzigung war die normale Art und Weise, in der Verbrecher im ersten Jahrhundert von den Römern hingerichtet wurden. Es sollte ja schrecklich sein – für die Person, die gekreuzigt wurde und für die, die zusahen: es war als Strafe gedacht und als eine Warnung für andere. Da Jesus zum Tode verurteilt worden war, war es normal, dass er gekreuzigt wurde. In der Bibel steht an anderer Stelle, dass zwei andere zur selben Zeit gekreuzigt wurden: ja – es war schrecklich – aber zu dieser Zeit war es normal.

Aber Jesus ist nicht gestorben, weil seine Feinde wollten, dass er getötet wird. Das war kein zufälliges Ereignis, es war von Anfang an ein Teil von Gottes Plan. Jesus starb, weil die Menschen „Gefangene“ der Sünde geworden waren ohne eine Möglichkeit, sich selbst aus dieser Sünde zu befreien. Das bedeutet, dass wir nicht so Leben können, wie Gott es wollte, egal wie sehr wir es versuchen. Wir können keine Freunde von Gott sein, weil er perfekt ist und keine Sünde erdulden kann.

Aber weil wir uns nicht selbst helfen konnten – und weil Gott uns so gerne zu ihm zurückholen wollte, als Freunde – bereitete er einen Weg, um das Problem zu lösen. Jemand, der kein Gefangener der Sünde war, weil er niemals selbst gesündigt hatte, würde an unserer Stelle bestraft werden. Es gab nur eine Person, die niemals gesündigt hatte – Jesus. Aber Jesus wurde nicht von Gott, dem Vater, gezwungen zu sterben. Er traf selbst die Entscheidung, als Mensch unter uns geboren zu werden und er ging jeden einzelnen Schritt, der zu seinem Tod hinführte. Das ist schwierig zu verstehen – aber es gibt uns einen Eindruck davon, wie weit Gott gegangen ist, damit wir frei sein können.

Für manche Kinder könnte es hilfreich sein, wenn sie Bezug auf das Alte Testament nehmen. Dort setzte Gott ein System von Tieropfern ein. Tiere ohne Fehler wurden getötet, um zu zeigen, dass es den Menschen leid tat, was sie falsch gemacht hatten. In gewisser Weise wurden die Tiere anstelle der Menschen bestraft. Aber weil es eben nur Tiere waren, konnten diese Opfer die Sünde nie ganz wegnehmen – nur der Tod von Jesus konnte die Sünde für immer aus dem Weg schaffen. Gott verlangt keine Opfer mehr, weil das Opfer von Jesus vollkommen war.

Wann wird Jesus wiederkommen und wie wird das geschehen?

Wir wissen nicht, wann er wiederkommen wird. Viele Leute haben darüber in den 2.000 Jahren, seit er zurück in den Himmel gegangen ist, spekuliert, aber alles, was wir wissen, ist, dass Gott seinen Sohn zurückschicken wird, wenn die Zeit erfüllt ist. Was wir wissen ist, dass er für uns wiederkommt, wenn wir Nachfolger von Jesus sind – und dass es ein großartiger Tag sein wird. Es ist etwas, worauf wir uns freuen können und etwas, was uns hilft, mutig als Nachfolger von Jesus zu leben, auch wenn es schwierig ist.

Wir haben auch nicht viele Details, wie es geschehen wird. Aber es wird unerwartet geschehen (1 Korinther 15,22) – und es wird öffentlich sein (Matthäus 24,30). Jeder wird die Macht und Herrlichkeit von Jesus sehen.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Das Kreuz wird auf der ganzen Welt als ein Symbol für die Kreuzigung anerkannt. Bitten Sie die Kinder, ein kleines Kreuz aus dünnem Karton oder Papier auszuschneiden oder benutzen sie ein Kreuz aus Holz. Bitten Sie sie, das Kreuz in der Hand zu halten, die Augen zu schließen und über Jesus am Kreuz nachzudenken. Erinnern Sie sie, dass Jesus gestorben ist, um die Strafe für die falschen Dinge, die Sie und die Kinder getan haben, auf sich zu nehmen. Lassen Sie ihnen Zeit, Jesus zu antworten.

Das ist ein sehr trauriger Teil der Bibel, aber erinnern Sie die Kinder daran, dass das nicht das Ende war. Bitten Sie sie, ihre Augen wieder zu öffnen und zu sehen, dass kein Jesus mehr an dem Kreuz hängt, das sie in der Hand halten. Wenn sie ein Papierkreuz verwenden, schlagen sie vor, dass sie es in zwei Teile zerreißen, als Erinnerung daran, dass die Macht des Todes zerstört worden ist, als Gott Jesus von den Toten auferweckte.

Erinnern Sie die Kinder daran, dass Jesus in den Himmel gegangen ist, aber die Engel die Jünger daran erinnert haben, dass er eines Tages wiederkommen wird. Sprechen Sie gemeinsam den Ostergruß:
Der Herr ist auferstanden.
Er ist wahrhaftig auferstanden.

Im Original: Say the Easter proclamation triumphantly together:

Christ has died,
Christ is risen,
Christ will come again.
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