Entdeckungsreise 1 – Gott erschafft die Welt

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Gott erschafft die Welt?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten ausführlich beschäftigen.

Die ersten Menschen           1 Mose 2,15–22
Der Sündenfall           1 Mose 3,1–13
Die Flut           1 Mose 6,17–7,5
Gottes Verheißung an Noach           1 Mose 9,8–17
Der Turm von Babel           1 Mose 11,1–9

 

Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

In dieser Entdeckungsreise werden einige der größten Themen der Bibel angesprochen. Man erfährt zum Beispiel,

  • dass Gott existiert, dass er der Schöpfer aller Dinge ist und dass die Welt, die er erschaffen hat, gut ist.
  • dass der Mensch der Höhepunkt der Schöpfung Gottes ist, als sein Ebenbild geschaffen, dazu gemacht, um in einer Beziehung zu ihm zu leben und sein Stellvertreter auf der Erde zu sein.
  • dass Sünde (Auflehnung gegen Gott/zu leben, als ob Gott keine Rolle spielen würde) in die Welt eingedrungen ist und den ursprünglichen Zustand zerstört hat.
  • dass Gott einen einzigartigen Plan hat, wie er uns retten und in eine Beziehung zu ihm zurückbringen kann.

Ernest Lucas legt in seinem Beitrag Encounter with God (April–Juni 2002, S. 13 und14) nahe, dass das Muster dieser ersten elf Kapitel im 1 Buch Mose in einem Satz zusammengefasst werden kann: „Das Ausbreiten der Sünde, das Ausbreiten der Gnade“. Dem Ungehorsam von Adam und Eva (3) folgt sehr schnell die Ermordung Abels (4), die Flut, um die Erde zu reinigen (6-9) und die Anmaßung der Menschen, den Turm von Babel zu bauen (11).

Aber jedem bedeutenden Handeln der Sünde wird mit einem Handeln der Gnade begegnet: Adam und Eva werden von Gott bekleidet, Kain bekommt ein Mal, um sein Leben zu schützen, Noach und seine Familie werden vor der Flut gerettet und auf den Turm von Babel folgt die Berufung Abrahams. Dies ist eine Berufung, die die Ausführung von Gottes Rettungsplan einleitet, welche darin ihren Höhepunkt findet, dass Gott seinen Sohn, Jesus, auf die Erde schickt. Nach der Katastrophe der Auflehnung des Menschen gegen Gott ist dieser schon dabei, die Wiederherstellung herbeizuführen.

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder: Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

Wir leben in einer sehr verwirrenden, chaotischen und oftmals brutalen Welt. Während wir überall um uns herum schreckliche Zerstörung und bewusste Abwendung der Menschen von Gott sehen, erfahren wir gleichzeitig die wunderbare Schöpfung, wohltuende Gemeinschaft und die Freude menschlicher Beziehungen.

Wie können Sie Kindern, mit denen Sie die Bibel lesen, helfen, dass sie diese Welt, die so voll von widersprüchlichen Erfahrungen ist, verstehen und sich darauf einlassen? Wo fangen Sie an?

1 Mose 1–11 ist ein guter Einstiegspunkt! In wenigen Worten bieten diese Kapitel und die ausgewählten Leseabschnitte eine Weltanschauung, welche alle menschliche Erfahrung, gute und schlechte, ins rechte Licht rückt.

Die Hauptgeschichte im Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten (Gottes Verheißung an Noach) ist eine Geschichte der Hoffnung. Sie können mit dieser Hauptgeschichte beginnen – oder Sie können sich dafür entscheiden, lieber alle Geschichten in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Egal welchen Abschnitt Sie aussuchen, konzentrieren Sie sich nicht so stark auf die Thematik des Ungehorsams und seiner Konsequenzen. Sie könnten übersehen, wie groß Gottes Liebe für seine eigensinnigen Geschöpfe ist. Diese Liebe Gottes – sein Verlangen danach, dass Menschen unversehrt sind, dass sie in vollen Zügen leben können und seine Liebe erwidern können – ist das Thema, dass sich durch die ganze Bibel zieht. Deshalb ist die Hauptgeschichte so wichtig. Deshalb kam Jesus auf die Welt.

Wenn Sie die Bibel mit Kindern lesen, verlieren Sie nie aus den Augen, dass Sie gerade Gottes Geschichte lesen. Die Bibel beginnt nicht mit uns – sie beginnt mit Gott („Am Anfang schuf Gott …“). Schon von Anfang an gibt es keinen Zweifel daran, dass dies „seine Geschichte“ ist. Und durch die gesamte Bibel hindurch lädt Gott jeden Einzelnen, egal ob jung oder alt, ein, Teil seiner großartigen Geschichte zu werden. Gott sagte: „Licht entstehe!“ – beten Sie doch, dass Ihnen und den Kindern dieses Licht aufgeht, wenn Sie zusammen auf die spannende Entdeckungsreise gehen, Gott kennenzulernen.

 

Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Die Vorstellung von „Sünde“ ist oft eine sehr abstrakte, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Sünde ist etwas, das nur im Entferntesten mit unserem eigenen Leben zu tun hat, da wir ja „gute“ Menschen sind. Genauso leicht ist es, zu denken, dass nur extreme Dinge – wie Mord – wirklich Sünde genannt werden können. Wenn das unsere Sichtweise ist, dann machen diese Kapitel nicht besonders viel Sinn in der heutigen Welt.

Was Adam und Eva getan haben, klingt gar nicht so schlimm. Sie haben einfach nur eine Frucht gegessen, die sie eigentlich nicht essen sollten, und haben dann versucht, die Schuld anderen zuzuschieben. Aber wenn man genau hinsieht, haben sie außer Acht gelassen, wie Gott sich Leben vorgestellt hat. Sie haben einen anderen Weg gewählt, der ihnen reizvoller erschien. Deswegen war diese Tat so bedeutsam. Genauso war das „Schlimme“ beim Turmbau in Babel nicht, dass die Menschen einen Turm bauen wollten. Es war der Hochmut, zu denken, dass sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen könnten.

Genau dasselbe geschieht heute. Unterhalten Sie sich über die Zwangslagen, in die Menschen aufgrund von „Notlügen“, Verleumdung anderer, Neid, Unzufriedenheit und so weiter geraten. All das hat Konsequenzen.

Aber Gott liebt uns. Wir müssen nicht vollkommen sein. Genau wie bei Noach ist Gott auf der Seite der Menschen, die seiner Art, Leben zu gestalten, folgen wollen.

Sie könnten zusammen einen Regenbogen malen oder basteln, auf dem Sie in der ganzen Zeit, in der Sie gemeinsam in der Bibel lesen, immer wieder festhalten können, welche Verheißungen und Versprechen Gott seinem Volk gibt.

 

 

Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

Warum hat Gott den Baum erschaffen, wenn er nicht wollte, dass Adam und Eva davon essen?

Eine harte Nuss für Kinder – und für Erwachsene! Alles, was Gott erschuf, war „sehr gut“ – das schließt auch den Baum mit ein. Mit dem Baum war also alles in Ordnung. Der Punkt war der Ungehorsam. Also muss die Frage heißen: Hat Gott nicht Adam und Eva dazu gebracht, zu versagen, indem er diese Regel aufstellte? Die Antwort liegt im Wesen Gottes. Er hat nicht versucht, Adam und Eva hereinzulegen. Das würde seinem Wesen nicht entsprechen. Er will uns auch nicht hinters Licht führen. Aber er wollte, dass seine Geschöpfe ihn lieben, weil sie sich dafür entschieden haben. Der einzige Weg, zu erfahren, ob sie ihn lieben, war herauszubekommen, ob sie sich entscheiden, ihm zu gehorchen. Gott wollte keine Marionetten ohne eigenen Verstand, sondern Menschen, die ihn lieben und ihm folgen. Genau dasselbe will er heute noch. Jesus hat gesagt: Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten.

Warum sind Adam und Eva nicht gestorben, obwohl Gott gesagt hatte, dass alle, die von dem Baum essen, sterben müssen?

Es stimmt, dass Adam und Eva nicht sofort gestorben sind, als sie die Frucht gegessen hatten. Aber als Gott sie erschaffen hatte, war sein Plan eigentlich, dass sie ewig leben. Von dem Moment an, in dem sie Gott den Gehorsam verweigerten, waren sie dazu bestimmt zu sterben. Tod und Krankheit hatte Gott eigentlich nie für seine „sehr gute“ Welt vorgesehen.

Die Schlange

Die ganze Bibel hindurch hat Gott einen Gegner: Den Teufel oder Satan. Während Gott vollkommen gut ist, ist Satan das Gegenteil. Sein Ziel ist es, Menschen dazu zu bringen, Gott nicht folgen zu wollen. Er ist sehr clever: Er bringt uns dazu, genau die Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie eigentlich nicht tun sollen, sehr anziehend zu finden.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Gott hat die Welt und alles darin erschaffen. Nehmen Sie sich Zeit, diese Schöpfung zu bewundern.
Gehen Sie mit den Kindern auf einen Spaziergang, betrachten Sie alles um Sie herum und wechseln Sie sich damit ab, „Dankeschön“ zu sagen für die Dinge, die Gott gemacht hat. Am Ende des Spaziergangs können Sie Gott dafür danken, dass er die Menschen schon von Beginn der Erde an liebt. Wenn es möglich ist, gehen Sie nach draußen, schauen Sie sich die Bäume gemeinsam an, die Tiere, Menschen und so weiter. Oder sehen Sie durch ein Fenster. Oder gehen Sie durch ihre Wohnung oder das Gebäude, in dem Sie sich treffen und überlegen Sie gemeinsam, für wie viele Dinge, die Gott gemacht hat, Sie Danke sagen können.

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