Entdeckungsreise 2 – Gottes Menschen

Welche Geschichten enthält diese Entdeckungsreise Gottes Menschen?

Mit der hervorgehobenen Geschichte können Sie sich im Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten ausführlich beschäftigen.

Aufbruch           1 Mose 12,1−9
Gottes Verheißung an Abraham           1 Mose 15,1−7
Gott hält sein Wort           1 Mose 21,1−8
Nicht allein           1 Mose 28,10−16
Wieder versöhnt           1 Mose 33,1−11

 

 Allgemeine Tipps: Wie unternehme ich eine Entdeckungsreise?

  • Benutzen Sie immer eine Bibel in kinderfreundlicher Übersetzung, wenn Sie auf Entdeckungsreise gehen. Schlagen Sie die Bibelverse in einer Bibel nach, auch wenn sie im Buch 100 Bibel-Entdecker-Geschichten abgedruckt sind. Das hilft den Kindern, Sicherheit im Umgang mit der Bibel zu gewinnen und mit ihrer Größe und der Anzahl der Seiten vertraut zu werden.
  • Sich in der Bibel zurechtzufinden, kann auch für Sie selbst eine Herausforderung sein. Jede Bibelstelle ist auf die gleiche Weise angegeben. Ein Beispiel: 1 Mose 2,15–22
  • Benutzen Sie das Inhaltsverzeichnis der Bibel, um das angegebene Buch (oder die Bücher) zu finden, das in dieser Entdeckungsreise gelesen wird. In diesem Beispiel heißt das Buch „1 Mose“.
  • Jedes Buch der Bibel ist in Kapitel eingeteilt. In diesem Beispiel wird aus dem Kapitel 2 gelesen.
  • Jedes Kapitel ist in Verse aufgeteilt. In diesem Beispiel werden die Verse 15–22 gelesen. In den meisten Bibeln sind die Verszahlen sehr klein direkt im Text angegeben.
  • Viele der Entdeckungsreisen enthalten fünf Entdeckergeschichten aus demselben Teil der Bibel. Sie finden die nächste Stelle also leichter, wenn Sie ein Lesezeichen verwenden.
  • Die Bibel besteht aus vielen „Büchern“, die zusammen ein einziges Buch bilden. Versuchen Sie herauszufinden, welche Art von „Buch“ Sie gerade entdecken: Ist es ein historisches Buch oder ein Brief? Lesen Sie Worte, die ein Prophet gesagt hat oder die als Lied geschrieben wurden?
  • Nehmen Sie sich Zeit, die Bilder in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten anzusehen und darüber auszutauschen. Sie finden online noch mehr über dieses Thema in „Wie nutze ich 100 Bibel-Entdecker-Geschichten?“
  • Wenn Sie diese Entdeckungsreise beendet haben, benutzen Sie den Auswertungsbogen.

 

Biblischer Hintergrund dieser Entdeckungsreise: Einführung in diesen Teil der Bibel

Die Verheißung an Abraham in 1 Mose 12,1−3 ist ein Wendepunkt in der Bibel. Abrahams Überzeugung, gegen jeden Verstand, dass Gott das Versprechen erfüllen wird, macht ihn zum Vorbild aller Menschen, die durch Glauben in einer Beziehung zu Gott leben. Wie die darauf folgende Geschichte von Abraham und seinen unmittelbaren Nachkommen zeigt, war das Vertrauen der Menschen nicht immer beständig. Gott hielt seine Treue, indem er immer wieder seine Verheißung bestätigte und die bewahrte, die von Abraham abstammten.

Die Verheißung wurde mehrfach bedroht: durch Abrahams mangelndes Vertrauen vor dem Pharao (1 Mose 12, 10­−20) und Abimelech (1 Mose 20, 1−18), durch die Entscheidung, ein Kind mit Hagar zu bekommen (1 Mose 16,1−16) und von dem späteren Verhalten sowohl Isaaks als auch Jakobs.

Aber durch die gesamte Geschichte hindurch steht Gott zu seinem Versprechen und versichert, dass es bestehen bleibt, obwohl die Menschen immer wieder versagen. Gottes Verheißung, dass alle Völker durch die Nachkommen von Abraham gesegnet werden sollen, wird schließlich durch Jesus endgültig erfüllt.

 

Hinweise für die Begleitung der Kinder:  Welche Themen behandeln die fünf Geschichten dieser Entdeckungsreise?

Das hier ist eine großartige Abenteuergeschichte! Das Kernthema, das sich durch die gesamte Entdeckungsreise zieht, ist, dass Gott Menschen auf sehr unerwartete Weise beruft. Die Menschen antworten vielleicht nicht perfekt, aber zumindest entscheiden sie sich dazu, einem Gott zu vertrauen, der ihnen weitestgehend unbekannt ist. Es ist eine Geschichte von Verheißungen von Gottes Seite und Vertrauen von der Seite seiner Menschen.

Die Kinder begegnen Jakob in der Hauptgeschichte „Nicht allein“ in einer Zeit, in der er allein ist. Plötzlich taucht Gott auf und Jakobs Leben verändert sich nachhaltig, weil er sich für Gott entscheidet. Versuchen Sie beim Lesen der Entdeckergeschichten dem Kind zu helfen, sich vorzustellen, wie es wäre, an Abrahams oder Jakobs Stelle zu sein. Wohin gehen die langen Reisen? Wo gibt es Essen? Welchen wilden Tieren begegnen die Kinder? Wen treffen sie auf dem Weg?

 

Welche Bedeutung hat die Entdeckungsreise heute?

Abraham, Jakob und Josef sind zu Abenteuerreisen aufgebrochen, ohne den Weg zu kennen oder zu wissen, wen sie unterwegs treffen. Es gab sicher Zeiten, in denen Gott ganz nah schien – und andere, in denen es sich so angefühlt hat, als wäre er sehr weit weg.

Auch wenn Gott (normalerweise) Kinder nicht bittet, eine Reise zu einem unbekannten Ort zu unternehmen, lädt er uns doch alle zu dem Abenteuer ein, mit ihm zu leben. Auch wenn er uns das Versprechen gibt, bei uns zu sein, sagt er uns normalerweise nicht, was auf uns zukommt. Erzählen Sie ein wenig von Ihren eigenen Erfahrungen in dem Abenteuer, mit Gott zu leben. Seien Sie ehrlich, wenn Sie von Begeisterung und Unsicherheit reden. Sie könnten eine „Karte“ Ihres Lebens zeichnen, während sie erzählen. Ermutigen Sie die Kinder, von ihren eigenen Abenteuern mit Gott und den Gefühlen, die sie dabei haben, zu berichten.

Der Kernpunkt dieser Entdeckungsreise ist, zu vertrauen, dass Gott bei uns ist, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Er handelt in unserem Namen und zu unserem Besten .

 

Welche Fragen können ins Blickfeld rücken?

Engel

Sie könnten darüber reden, ob die Kinder glauben, dass Gott heute immer noch Engel als seine Botschafter gebraucht. Lesen Sie Psalm 34,8. Sind Engel bei ihnen? Wie fühlen sie sich dabei?

Abraham, Isaak und das Opfer

Das Bild in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten auf den Seiten 15 und 16 enthält eine Szene aus 1 Mose 22,1−9. Weil diese biblische Geschichte schwierig für Kinder ist, wird sie nicht in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten behandelt. Sie wird jedoch auf dem Ausklappbild dargestellt, so dass es vielleicht Fragen aufwirft, über die Sie mit den Kindern reden können.

Die biblische Geschichte, in der Isaak zum Berg Morija mitgenommen wird, um dort Gott geopfert zu werden, stellt einen zentralen Moment  in der Lebensgeschichte von Abrahams Familie dar. Abraham tut, was Gott verlangt, aber im letzten Moment rettet Gott Isaak (und Abraham). Er stellt einen Schafbock bereit, der anstelle von Isaak geopfert wird. Das ist eine Geschichte die uns Erwachsenen ein aussagekräftiges Bild für die Erlösung durch Christus liefert, der als Lamm Gottes unseren Platz bei der Hinrichtung einnimmt.

Machen Sie sich klar, dass einige Kinder durch diese biblische Geschichte durcheinander oder sogar wütend werden können.

  • Ist Gott nicht grausam?
  • Ist Abraham nicht ein schlechter Vater, wenn er bereit ist, sein eigenes Kind zu opfern?
  • Wie hat sich wohl Isaak gefühlt, als er verstanden hat, dass Gott seinem Vater befohlen hat, ihn zu töten?

Akzeptieren Sie all diese Bedenken und die Tatsache, dass es Dinge in der Bibel gibt, die wir schwer verstehen können.

Betonen Sie, dass Gott von Anfang an einen anderen Plan (den Schafbock) bereit hatte.

Versichern Sie den Kindern, dass Gott wissen nicht grausam ist und er die besten Absichten mit seinen Menschen hat. Er hörte niemals auf, Abraham und Isaak zu segnen.

Eine nachvollziehbare Erklärung zu dieser Geschichte ist, dass Gott seiner auserwählten Familie auf dramatische Art und Weise  beweisen wollte, dass er völlig anders als die anderen Götter war, die um sie herum verehrt wurden. Diese Götter verlangten Kinderopfer.

 

Kreatives Gebet: Worüber rede ich mit Gott?

Gott gab Abraham ein Versprechen, das er durch alle folgenden Generationen aufrecht erhielt.

Helfen Sie den Kindern, einen einfachen Stammbaum mit Großeltern, Eltern und Geschwistern oder sogar noch mehr Verwandten zu zeichnen. Schließen Sie auch Leute ein, die die Kinder zu ihrer „Familie“ zählen – das können auch Freunde, Haustiere oder sogar Spielzeuge sein.

Lesen Sie noch einmal die Verheißung Gottes an Jakob in 1 Mose 28,15. Erinnern Sie daran, dass Jesus seinen Jüngern ein ähnliches Versprechen gegeben hat, bevor er in den Himmel ging (Matthäus 28,20b).

Ermutigen Sie die Kinder, für jede Person auf dem Stammbaum zu beten. Sie können Gott bitten, sie zu segnen und bei ihnen zu sein, egal wo sie hingehen. Danken Sie Gott dafür, dass er seine Versprechen hält.

Schlagen Sie den Kindern vor, den Stammbaum neben ihr Bett zu hängen, so dass sie jeden Tag für ein anderes Familienmitglied beten können.

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