3. Die Flut

Lest zuerst 1 Mose 7,1.

Bibelentdecker-Fragen

  • Kannst du dich an eine Gelegenheit erinnern, bei der du etwas falsch gemacht oder etwas vermasselt hast oder einen Freund verärgert hast? Wie hast du dich dabei gefühlt?
  • Was hast du getan, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen? Hat es geklappt?
  • Was wäre, wenn fast jeder auf der Welt Fehler machen, Mist bauen und Leute verärgern würde – und sich nicht darum scheren würde, wer oder was dadurch geschädigt und verletzt wird? Wäre es für irgendjemanden möglich, die Welt wieder in Ordnung zu bringen?

 

Lies mehr …

Was bisher geschah …

Nachdem Adam und Eva den Garten verlassen hatten, wurde alles noch schlimmer. Ihr Sohn, Kain, brachte seinen jüngeren Bruder, Abel, um. Mit der Zeit nahm die Zahl der Menschen zu und sie verbreiteten sich über die ganze Erde. Gewalt, Brutalität und Bosheit nahmen ebenfalls zu. Die Welt war verdorben – und Gott war traurig darüber, dass er Menschen gemacht hatte. Er beschloss, dass es Zeit für einen neuen Anfang war. Es gab nur eine Person, die versuchte, so zu leben, wie Gott es sich vorgestellt hatte. Hier kommt Noachs Geschichte.

Jetzt lest miteinander 1 Mose 6,17–7,5.

Was danach geschah …

Gott sagte zu Noach, dass er die Welt durch eine große Flut zerstören würde, aber dass Noach und seine Familie in der Arche gerettet werden sollten. Noach folgte Gottes Anweisungen: Er baute das Schiff, verstaute seine Familie und jede Tierart samt Futter für alle darauf. Dann kam die Flut. Es regnete 40 Tage lang und für viele Wochen bedeckte Wasser das Land, während Noach und alle anderen auf dem Schiff sicher dahintrieben. Endlich sank der Wasserspiegel, das Land trocknete und Noach, seine Familie und die Tiere konnten das Schiff verlassen.

 

Entdecke die Bibel

Beantwortet zusammen die Fragen auf Seite 12 in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten.

 

Biblische Wörter für dich erklärt

Noachs Schiff oder die „Arche“ hatte die Größe eines modernen Öltankers. Es war nicht dafür konstruiert, dahinzusegeln, sondern nur dafür, auf dem Wasser zu treiben.

Bootsbau Noach verwendete wahrscheinlich Zypressenholz, um das Schiff zu bauen. Es ist hart, rötlich gefärbt und hat einen starken Geruch. Er bestrich den Schiffsbauch mit Teer oder Pech, einem klebrigen, schwarzen, flüssigen Mineral, das man im Boden findet. Es machte den Schiffsrumpf wasserdich. Vermutlich benutzte er Werkzeuge wie Axt, Säge und Hammer.

Regenbogen Das Buch 1 Mose wurde in einer Sprache geschrieben, die Hebräisch heißt und es gibt dort kein eigenes Wort für „Regenbogen“. Stattdessen ist das Wort, das für uns mit „Regenbogen“ übersetzt ist, dasselbe, welches man für eine Waffe benutzen würde: die Art von Bogen, die man beim Pfeil und Bogen verwendet. Wenn Gott also seinen „Bogen“ in den Himmel setzte, war das mehr als ein schöner Anblick: Es war ein Zeichen für Frieden.

 

Miteinander im Gespräch

Fragen und Antworten zu dieser Einheit finden sich hier.

 

Probier es aus

Hol dir einen Globus oder eine Weltkarte. Sprich mit einem Erwachsenen über Orte auf der Welt, an denen traurige Dinge passieren. Es kann sein, dass dort gerade Krieg herrscht oder die Menschen nicht genug zu essen haben, oder dass sie ihr Zuhause wegen eines Erdbebens oder einer Flut verloren haben. In manchen Teilen der Erde haben Kinder kein Zuhause und müssen auf der Straße leben und betteln.

Gott liebt die Welt und alles und jeden auf ihr. Was meinst du, wie Gott sich fühlt, wenn er solche traurigen Dinge sieht, die auf der Welt passieren? Wie fühlst du dich dabei? Halte die Karte oder den Globus fest (wenn du einen Globus hast, kannst du ihn in den Arm nehmen) und bitte Gott, seine Liebe zu zeigen und seine Hilfe und seinen Trost denen zu bringen, die heute traurig sind oder seine Hilfe brauchen.

Was könntest du noch tun, damit diese traurigen Dinge ein kleines bisschen weniger traurig werden? Rede mit einem Erwachsenen darüber.

 

Sprich mit Gott

Was magst du am liebsten an dieser Entdeckergeschichte? Du kannst es Gott erzählen.

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