10. Wieder versöhnt

Lest zuerst 1 Mose 33,11b.

 

Bibelentdecker-Fragen

  • Überleg mal, wen du lange nicht gesehen hast. Wenn du ihn morgen treffen würdest, wärest du aufgeregt, fröhlich, unsicher, besorgt – oder wie würdest du dich fühlen?
  • Was wäre, wenn ihr das letzte Mal, als ihr euch gesehen habt, einen Streit gehabt hättet? Würdest du dich freuen, ihn wiederzusehen? Würdest du dich fragen, wie er reagiert?
  • Hast du schon mal versucht, eine Freundschaft wieder aufzubauen, nachdem sie kaputt gegangen ist? War das einfach oder schwer? Was ist passiert?

 

Lies mehr …

Was bisher geschah …

Jakob floh vor dem Zorn seines Bruders Esau zu seinem Onkel Laban, um bei ihm zu leben. Dort traf dessen Tochter Rahel. Sie verliebten sich und wollten heiraten. Aber Laban machte ihnen das Leben schwer. Er trickste Jakob aus, sodass dieser erst Rahels ältere Schwester Lea heiratete. Jakob durfte schließlich auch Rahel heiraten (in dieser Zeit konnte man mehr als eine Frau haben).

Nach vielen Jahren harter Arbeit für Laban wurde Jakob ein wohlhabender Mann mit vielen Kindern. Er beschloss, nach Kanaan zurückzukehren. Er hatte Angst, Esau zu treffen, den Bruder, den er vor vielen Jahren betrogen hatte. Aber jetzt wusste Jakob, dass Gott bei ihm war.

Jetzt lest miteinander 1 Mose 33,1−11.

Was danach geschah …

Gott gab Jakob einen neuen Namen: Israel. Erversprach ihm, so wie er es seinem Großvater Abraham versprochen hatte. dass er viele Nachkommen haben würde. Jakob hatte zwölf Söhne. Sein Vater Isaak starb und sein Bruder Esau zog weg. Jakob und seine Familie ließen sich in Kanaan nieder, dem Land, das Gott Abraham vor vielen Jahren versprochen hatte.

 

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Beantwortet zusammen die Fragen auf Seite 18 in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten.

 

Biblische Wörter für dich erklärt

Erstgeburtsrecht Esau und Jakob hatten sich zerstritten, weil Esau Jakob beschuldigte, sein Erstgeburtsrecht gestohlen zu haben. Eigentlich sollte der älteste Sohn einer Familie alles von seinem Vater übernehmen, wenn dieser starb. Das war sein „Erstgeburtsrecht“ oder sein „Erbteil“. Esau, Isaaks älterer Sohn, kümmerte sich nicht um sein Erstgeburtsrecht und gab es seinem jüngeren Bruder Jakob im Tausch für eine Schüssel Suppe.

Namen Oft haben Namen in der Bibel eine Bedeutung. „Israel“ bedeutet „er ringt mit Gott“ und war der Name, den Jakob bekam, bevor er nach vielen Jahren seinen Bruder Esau wiedersehen wollte. Gott bestätigt sein Versprechen an Jakob, ihn zu segnen und macht dies auch in dem neuen Namen sichtbar.

Ehefrauen In dieser Zeit war es wichtig für Menschen, viele Kinder zu haben, besonders Jungen, die für sie arbeiteten und sich um sie kümmerten, wenn sie alt wurden. Männer heirateten oft mehrere Frauen und behandelten auch die Dienerinnen ihrer Frauen als ihre Ehefrauen. Mehrere Frauen zu haben („Polygamie“) hörte etwa zur Zeit von Jesus auf.

Wohlstand Jakob war als Schafzüchter ein reicher Mann geworden. Er hatte Fleisch als Nahrung und Wolle für Kleidung. Schafe konnten das kümmerliche, kurze Wüstengras essen und gut überleben, wenn Futter knapp war.

 

Miteinander im Gespräch

Fragen und Antworten zu dieser Einheit finden Sie hier.

 

Probier es aus

Sei ein Jakob.

Weil Jakob sich in der Vergangenheit schlecht verhalten hatte, hatten er und Esau eine sehr schlechte Beziehung und lebten sogar einige Jahre gänzlich getrennt. Aber Jakob wusste, dass Gott bei ihm war, auch wenn seine Situationwirklich schwierig war.

Rede mit einem Erwachsenen über eigene schwierige Zeiten, vielleicht über einen Streit mit einem Freund; darüber, dass jemand in der Schule unfreundlich zu dir war; über Zank mit deinem Bruder oder deiner Schwester oder deinen Eltern. Denk dran, dass Gott versprochen hat, in schwierigen Zeiten bei uns zu sein, so wie er bei Jakob war.

Vielleicht merkst du im Gespräch, dass du dich bei jemandem entschuldigen musst: vielleicht einem Bruder oder einer Schwester? Schreib eine „Entschuldigungskarte“ für die Person, an die du denkst. Denk sorgfältig darüber nach, was du hineinschreiben willst.

Danke Gott, dass er bei uns ist, egal wie schwierig die Situation ist, in der wir sind. Dann sei mutig und gib oder schick die Karte ab.

Sei ein Esau

Esau hätte Jakob ganz leicht schaden können. Aber er hieß ihn willkommen und vergab ihm stattdessen. Stell dir vor, du hättest eine „Entschuldigungskarte“ von jemandem bekommen, der dich geärgert hat. Überlege, wie du dich verhalten und was du denken und sagen würdest. Rede mit einem Erwachsenen darüber.

 

Sprich mit Gott

Sag Gott Danke für deine Geschwister (wenn du welche hast) und für deine Freunde. Bitte Gott, dass er euch hilft, freundlich zueinander zu sein.

Ihre Meinung ist uns wichtig

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