49. Jona

Lesen Sie zuerst Jona 4,2b.

 

Bibelentdecker-Fragen

  • Wie fühlst du dich, wenn jemand dich jemand bittet oder dir befiehlt etwas zu tun, was du wirklich nicht tun willst? Genervt, wütend, gelangweilt, mürrisch?
  • Weigerst du dich manchmal, etwas zu tun, was dir jemand aufgetragen hat? Oder tust du es, aber du motzt dabei rum und stellst dich so doof an wie es geht?
  • Was meinst du würde Gott machen, wenn er jemanden bittet, etwas zu tun und derjenige versucht es um jeden Preis zu vermeiden?

 

Lies mehr …

Was bisher geschah …

Gott beauftragte Jona in eine fremde Stadt namens Ninive zu gehen. Er wollte, dass Jona den Menschen dort über ihre Sünde berichtete, so dass sie von ihrem falschen Verhalten umkehren konnten. Stattdessen versuchte Jona, vor Gott wegzulaufen und ging auf ein Schiff, das nach Spanien fuhr. Es gab einen gewaltigen Sturm und die Seeleute hatten große Angst. Jona wusste, dass der Sturm seine Schuld war, weil er Gott nicht gehorcht hatte. Also sagte er den Seeleuten, sie sollten ihn über Bord werfen. Die Seeleute wollten das nicht, aber …

Jetzt lest miteinander Jona 1,15−17; 3,1−10.

Was danach geschah …

Der Fisch spuckte Jona an den Strand! Sicher an Land sagte Gott Jona noch einmal, dass er nach Ninive gehen sollte. Dieses Mal gehorchte Jona. Zu seiner Verwunderung bereuten die Leute ihre Sünden, als er in Ninive predigte. Jona war sauer auf Gott, dass er so gnädig war und diesen Fremden einfach vergab! Es war heiß und Jona stand unter einer Rizinusstaude im Schatten – aber dann verwelkte der Rizinus. Jetzt war Jona noch mehr wütender. Gott erklärte ihm, dass, wenn er schon so wütend über eine unwichtige Pflanze war, Gott doch noch viel mehr um all die Menschen in der Stadt von Ninive besorgt war.

 

Entdecke die Bibel

Beantwortet zusammen die Fragen auf Seite 66 in 100 Bibel-Entdecker-Geschichten

 

Biblische Wörter für dich erklärt

Ninive war eine bedeutende Stadt in Assyrien. Es gab dort Paläste und Bibliotheken. Die Assyrer hatten ein mächtiges Heer und ihre große Stadt war ein Zeichen für ihre Macht und Stärke.

Daten Jona lebte wahrscheinlich im achten Jahrhundert vor Christus.

Staude Im vierten Kapitel von Jona wächst plötzlich eine Pflanze und gibt Jona Schatten vor der heißen Sonne. Es könnte eine Rizinusstaude gewesen sein, die sehr schnell wächst und große Blätter hat (trotzdem hat Gott wohl nachgeholfen, so schnell wie die Pflanze gewachsen ist!).

 

Miteinander im Gespräch

Fragen und Antworten zu dieser Einheit finden Sie hier.

 

Probier es aus

Denkst du, Gott könnte jemandem vergeben, der etwas ganz Schreckliches gemacht hat? Gibt es Menschen, die Gottes Vergebung nicht verdient haben? So hat Jona über die Menschen in Ninive gedacht – und war nicht besonders glücklich, als Gott „Gnade“ gezeigt hat und ihnen etwas gegeben hat, was sie nicht verdienten: Er hörte ihre Gebete und hat sie und ihre Stadt verschont.

Gottes Gnade ist wirklich für jeden. Probier mal diesen Scherz-Test aus, um herauszufinden, wie „gnädig“ du bist.

Jemand schubst dir aus Versehen im Schulflur deine Tasche von der Schulter. Was tust du?

  1. Ich nehme die Tasche und hau sie dem Depp um die Ohren.
  2. Ich hebe die Tasche auf und gehe weiter, schimpfe aber leise vor mich hin.
  3. Ich nehme seine/ihre Entschuldigung an.

Dein/e beste/r Freund/in erzählt überall deine peinlichste Geschichte herum. Was machst du?

  1. Ich erzähle jedem eine noch peinlichere Geschichte über ihn/sie.
  2. Ich sage ihm/ihr später, dass er/sie das zurückbekommt, wenn er/sie das noch mal macht.
  3. Ich kümmere mich nicht darum und lache mit.

Einige Kinder, die eine andere Religion haben, werden in deiner Schule gehänselt. Was machst du?

  1. Ich mache mit.
  2. Ich ignoriere es und tue so, als hätte ich es nicht gemerkt.
  3. Ich mische mich ein und sage den Leuten, dass sie nicht auf anderen herumhacken sollen.

Deine Gemeinde sucht nach Freiwilligen, die regelmäßig alte Menschen zuhause besuchen. Was machst du?

  1. Ich denke, dass ich damit keine Zeit verschwenden will.
  2. Ich melde mich, gehe aber nur ab und zu hin.
  3. Ich mache mit und bekomme neue Freunde.

Im Gottesdienst wird für einen wohltätigen Zweck gesammelt. Was machst du?

  1. Ich spende gar nichts.
  2. Ich spende den Rest von meinem Taschengeld von dieser Woche.
  3. Ich überlege und entscheide mich dafür, das Geld, was ich für einen besonderen Anlass gespart habe, zu spenden.

Auswertung:

Du hast meistens 1. angekreuzt: Du musst mal ernsthaft darüber nachdenken, wie du anderen Gottes Gnade zeigen könntest.

Du hast meistens 2. angekreuzt: Du bemühst dich, aber so ganz fertig bist du noch nicht.

Du hast meistens 3. angekreuzt: Super, du bist ein richtig gnädiger Typ!

 

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